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Aus: Ausgabe vom 02.03.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Heute wie damals

Hintergrund | So., 18.40 Uhr, DLF
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Die chinesische Marine wehrt einen mutmaßlichen Piratenangriff auf ein Frachtschiff ab (Golf von Aden, 25.2.2010)

Wer mit der Geschichte der Piraterie vertraut ist, dem kommen die Schilderungen sehr bekannt vor. Ob vor 300 Jahren in der Karibik oder in der Gegenwart im Golf vor Guinea: Piraterie ist immer auch eine Überlebensstrategie für die, die keinen anderen Ausweg mehr sehen. Welche Entwicklung sich in dem für die Handelsschiffahrt gefährlichsten Seegebiet der Welt vollzieht, berichtete der Deutschlandfunk in der am Sonntag ausgestrahlten »Hintergrund«-Sendung.

Zu Wort kommen unter anderem zwei somalische Expiraten. Sie heuerten demnach in Haradhere an – einer wollte dem Elend im Flüchtlingslager entkommen, der andere hatte durch ausländische Fischtrawler seine Existenz verloren. Im Golf von Guinea greifen Piraten Schiffe an und entführen Besatzungsmitglieder für Lösegeld. Für die Reeder gehören Abwehrmaßnahmen mittlerweile zur Kalkulation dazu. Die Antwort der Großmächte damals und heute: militärische Maßnahmen gegen die Piraterie. Die Notleidenden an Land sind auf Lebensmittelhilfen zum Beispiel der UNO angewiesen. (mb)

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