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Schlafes Kanzlerin

Der Verdacht ist geradezu ungeheuerlich: Waren die »Jamaika-Sondierungen« Gespräche nur gut getarnte Folter durch Schlafentzug? Wollte Angela Merkel durch diese Foltermethode Zugeständnisse von Christian Lindner und Wolfgang Kubicki (FDP) illegal abpressen?

Nicht unüberbrückbare politische und inhaltliche Differenzen seien für das Scheitern der »Schwampel-Verhandlungen« verantwortlich, sondern Schlafmangel und gezielt eingesetzter Schlafentzug. Das will ein Schlafforscher der Universität Tübingen herausgefunden haben.

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Ist Angela Merkel eine Schlafwandlerin? Trifft sie ihre Entscheidungen von welt- und europapolitischer Bedeutung unter dem Schutz der magischen Raute in ihren REM-Phasen, während sie wach wirkt? Wenn ja, dann hat sie diese Fähigkeit mit Winston Churchill gemein, der angeblich mit offenen Augen und einer Zigarre im Mund im Parlament schlief, mit Kollegen diskutierte und nebenbei den Zweiten Weltkrieg gewann.

Für alle beteiligten Parteien kann das für die Zukunft nur eins bedeuten: genug Schlafexperten in die kommenden Verhandlungen mit einzubeziehen. Außerdem sind Sterndeuter, Rutengänger und Kaffeesatzleser gefordert, denn die Karten werden ja jetzt neu gemischt. Viele Bürger fragen sich, wann sie aus diesen Alptraum endlich erwachen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.11.2017, Seite 11, Feuilleton

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