Zum Inhalt der Seite

»Deuscthland« (1)

TV-Moderator Jan Böhmermann (36) zeigt im Düsseldorfer NRW-Forum die Ausstellung »Deuscthland« (sic!), die er und seine Produktionsfirma Bildundtonfabrik zusammengestellt haben. Er wolle damit »hart an der Gegenwart« arbeiten. Aus dem PR-Text: »Helmut Kohl ist tot. Die BRD häutet sich. Die rasenden Veränderungen der Welt, die nebelige Verunsicherung der Menschen in Deutschland, die Gegenwart muss mit Kunst bezwungen und gefasst werden. Ist das noch Satire oder schon Revolution?« Es geht in erster Linie um Gags: beispielsweise um die Wanderkleidung, die man von Urlaubsfotos der Kanzlerin kennt, und natürlich den Rechtsstreit um Böhmermanns »Schmähgedicht« auf den türkischen Präsidenten Erdogan. Böhmermann meint: »Wir haben in den letzten Jahren viele Sachen gehabt, die im Fernsehen nicht funktionieren, die so links und rechts runtergefallen sind auf der Hobelbank«, und eben diese setze er nun um und nennt es Kunst. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.11.2017, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!