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Aus: Ausgabe vom 24.11.2017, Seite 10 / Feuilleton

»Deuscthland« (1)

TV-Moderator Jan Böhmermann (36) zeigt im Düsseldorfer NRW-Forum die Ausstellung »Deuscthland« (sic!), die er und seine Produktionsfirma Bildundtonfabrik zusammengestellt haben. Er wolle damit »hart an der Gegenwart« arbeiten. Aus dem PR-Text: »Helmut Kohl ist tot. Die BRD häutet sich. Die rasenden Veränderungen der Welt, die nebelige Verunsicherung der Menschen in Deutschland, die Gegenwart muss mit Kunst bezwungen und gefasst werden. Ist das noch Satire oder schon Revolution?« Es geht in erster Linie um Gags: beispielsweise um die Wanderkleidung, die man von Urlaubsfotos der Kanzlerin kennt, und natürlich den Rechtsstreit um Böhmermanns »Schmähgedicht« auf den türkischen Präsidenten Erdogan. Böhmermann meint: »Wir haben in den letzten Jahren viele Sachen gehabt, die im Fernsehen nicht funktionieren, die so links und rechts runtergefallen sind auf der Hobelbank«, und eben diese setze er nun um und nennt es Kunst. (dpa/jW)

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