Aus: Ausgabe vom 01.08.2017, Seite 7 / Ausland

Ecuadors Expräsident kritisiert Nachfolger

Brüssel. Ecuadors früherer Präsident Rafael Correa hat seinen Amtsnachfolger Lenín Moreno in mehreren im Internet veröffentlichten Artikeln scharf kritisiert. »Es ist traurig, einem Präsidenten zuzuhören, der offensichtlich nicht versteht, wovon er redet«, heißt es in einem Beitrag, den der inzwischen in Belgien lebende Expräsident am Wochenende auf Facebook veröffentlichte.

Moreno hatte zuletzt eine übermäßige Verschuldung Ecuadors beklagt und zunächst nicht detaillierter beschriebene Maßnahmen angekündigt. Correa warnte, dass die neue Regierung im September ein »Sparpaket« vorlegen werde, dass den Forderungen der rechten Opposition entsprechen werde. Der Ende Mai als Präsident aus dem Amt geschiedene Correa widersprach den von Moreno vorgelegten Zahlen und betonte, im letzten Jahr seiner Administration sei das Defizit der Zentralregierung um eine Milliarde auf 4,7 Milliarden Dollar reduziert worden.(jW)

Mehr aus: Ausland
  • Die Shanghai Cooperation Organization
    Jörg Kronauer
  • Tritt die Türkei als erstes Land aus der NATO aus? Bisher dient eine mögliche Neuorientierung Ankaras vor allem als Druckmittel
    Jörg Kronauer
  • Türkische Truppen rücken im Norden Syriens vor. YPG drohen mit Gegenschlag
  • Die Nachricht von Italiens geplantem Militäreinsatz vor der libyschen Küste ist von Widersprüchen durchsetzt
    Knut Mellenthin
  • Polen feiert den Warschauer Aufstand von 1944 und lässt sowjetische Mahnmale schleifen
    Reinhard Lauterbach, Poznan
  • In den USA beflügelt Angriff der Republikaner auf Krankenversicherung die Debatte um »Versorgung für alle«
    Stephan Kimmerle, Seattle
  • Die USA haben die Einwanderungsgesetze für Kubaner verschärft, die Abschiebungen häufen sich
    Volker Hermsdorf
  • Linke Kritik an Venezuelas Regierung: Nötig ist keine neue Verfassung, sondern die Entmachtung des Kapitals. Gespräch mit Elias Neri
    Katrin Küfer