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Ampelkampf

In Stuttgart wurden für die Installation einer Pferdle-und-Äffle-Ampel online mehr als 12.000 Unterschriften gesammelt, die nun Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) überreicht werden sollen. Die beiden Trickfilmfiguren entstammen wie die Mainzelmännchen dem Werbefernsehen und zwar dem des früheren Süddeutschen Rundfunks. Ein Unterschied ist allerdings gravierend: Die Mainzelmännchen haben seit November in Mainz eine Fußgängerampel, Pferdle und Äffle noch nicht, und zwar aus »Sicherheitsgründen«. Laut der Stuttgarter Stadtverwaltung sei beim vorgeschlagenen Ampelmotiv nicht erkennbar, ob Pferdle und Äffle nun stehen oder gehen.

Auch anderenorts tobt der Ampelkampf. In Bamberg ringt man um eine Sams-Ampel, in Augsburg wollen die Behörden gern langfristig eine Lichtanlage mit dem Kasperle aus der Augsburger Puppenkiste ins Standbild integrieren. In vielen Fällen entsprechen die Maskottchenampeln nicht den Richtlinien für Lichtsignalanlagen. Dass alternative Motive möglich sind, zeigt ein Blick nach Ostdeutschland. Dort findet sich neben dem Ost-Ampelmännchen in Städten wie Leipzig, Zwickau oder Erfurt die Ampelfrau. In der Landeshauptstadt Thüringens gibt es sogar Ampeln mit Bäckern und Wanderern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.04.2017, Seite 11, Feuilleton

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