Aus: Ausgabe vom 18.04.2017, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Demonstration gegen Michel Temer im November 2016 in Rio de Jane
Demonstration gegen Michel Temer im November 2016 in Rio de Janeiro: »Brasilien: Der große Sprung zurück«

Re: Obdachlos trotz Job

Überleben in Paris

Paris – ach! 143.000 Menschen in Frankreich sind obdachlos, insgesamt 900.000 Menschen haben keinen festen Wohnsitz. Für ein EU-Land dabei beispiellos: Ein Viertel der Obdachlosen dort ist berufstätig, kann sich aber das Dach über dem Kopf nicht mehr leisten. Vor allem in der Gastronomie, im Bausektor und in Pflegeberufen sind die Löhne zu niedrig, um davon die hohen Pariser Mieten zu zahlen. Frankreich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa. Am 23. April wird ein neuer Präsident gewählt. Keine leichte Wahl. Wie sagen unsere Klassiker? Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Aber es muss da sein.

Arte, 19.45

Rossmann, dm und Co.

Der große Drogeriemarkt-Test

Wie steht es, nachdem der große Bösewicht Schlecker aus der Kurve geflogen ist und einigen »Kollateralschaden« angerichtet hat, bei Rossmann, dm und Müller um die Qualität, den Preis und das Arbeitsklima?

ZDF, 20.15

Tourist Go Home!

Europas Sehnsuchtsorte in Gefahr

Der Städtetourismus boomt wie nie. Venedig, Barcelona und Dubrovnik sind dem Ansturm nicht mehr gewachsen. Die Bevölkerung beginnt, sich zu wehren; es werden Bürgerinitiativen gegründet und Demonstrationen organisiert. Im Film kommen Bürgermeister, Tourismusexperten, Politaktivisten, Anwohner und Betroffene zu Wort. Ach, möchte man ihnen zurufen, vergeblich das Verreisen! Zu Hause bleiben und drei Helle trinken! Macht genauso glücklich!

Arte, 20.15

Brasilien: Der große Sprung zurück

Was für ein Drama: In der Nacht des 17. April 2016 stimmte das brasilianische Parlament nach einem langen politischen und gesellschaftlichen Hin und Her für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Lula-Nachfolgerin Dilma Rousseff. Sie war erst 16 Monate zuvor wiedergewählt worden. Seit ihrer Suspendierung ist das Land tief gespalten: Die Rechten gewannen an Terrain, während die Linken und ihre Arbeiterpartei immer mehr an Vertrauen einbüßten. Michel Temer folgte seiner ehemaligen Verbündeten Rousseff an die Staatsspitze. Die Opposition bezeichnete sein Vorgehen als »parlamentarischen Staatsstreich«. Temer kürzte als erstes die Ausgaben für Soziales. Die Sozialpolitik seiner Vorgängerregierungen wollte er vergessen machen. Auf den Fotos, die die Machtergreifung Temers zeigen, sieht man, worum es auch geht: Alle haben weiße Haut.

Arte, 22.05

Lesen und lesen lassen (Login erforderlich) Ich will auch!
Infos und Verweise zu diesem Artikel:

Ähnliche:

Regio:

Mehr aus: Feuilleton