Es darf auf gar keinen Fall sein, daß Behandlungen unterlassen werden aus nicht sachgerechten Gründen, also nicht aus medizinischen Gründen, sondern aus fiskalischen Gründen.
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in der Leipziger Volkszeitung
Fakt ist, daß die Person des Bundesvorsitzenden uns seit Monaten wie ein Klotz am Bein hängt.
Herbert Mertin, FDP-Spitzenkandidat für den Landtag in Rheinland-Pfalz, über die Weigerung seines Landesverbands, Parteichef Guido Westerwelle im Wahlkampf einzusetzen
Das Wunderbare an den Guttenbergs ist, daß mit ihnen auch die harten Facetten der Realität selbstverständliche Eleganz erhalten.
Ulf Porschardt in der Welt zur PR-Show des Bundesverteidigungsministers und seiner Frau in Afghanistan
Nein, Guido Westerwelle ist nicht Erich Honecker. Aber die personellen Defizite, die mangelhafte Kommunikation und die Ziellosigkeit der FDP beschreibt Kubicki so zugespitzt wie zutreffend.
Die Süddeutsche Zeitung über Wolfgang Kubicki (FDP), der den Zustand seiner Partei mit der »Spätphase der DDR« verglichen hatte
Es drängt sich allmählich der Eindruck auf, daß große Teile der deutschen Verkehrsinfrastruktur nur auf den Betrieb an wolkenlosen Frühlingstagen ausgelegt sind.
Kommentar der Rheinischen Post
Denn wir wollen Herrn Wowereit in Berlin nicht jährlich mit vielen hundert Millionen Euro subventionieren, mit denen in Berlin Dinge gemacht werden, die wir uns nicht leisten können.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) in der FAZ zum Länderfinanzausgleich
Das Volk regiert dann am besten, wenn es nicht regiert, wenn es auf kluge Weise seine Macht abgibt.
Welt-Chefredakteur Thomas Schmid über die Vorzüge der repräsentativen Demokratie
Da braucht man sich nicht zu wundern, daß die Finanzmärkte gar nicht mehr verstehen, was wir machen.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zum Vorschlag des Chefs der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, eine einheitlich verzinste Euro-Anleihe aufzulegen, für die alle Mitgliedsstaaten gemeinsam haften sollen
Die Konsequenz und Rücksichtslosigkeit ihrer europäischen Nachbarn beim Durchsetzen eigener Interessen ist deutschen Gewerkschaftern fremd.
Kommentar der Neuen Osnabrücker Zeitung
Wer zuerst das fundamentale Karlsruher Urteil und dann das mickrige Gesetz liest, der könnte Depressionen kriegen.
Die Süddeutsche Zeitung zu den am Freitag im Bundestag beschlossenen Änderungen bei Hartz IV
»Stuttgart 21« soll umweltfreundlicher, behindertenfreundlicher sein. Es gibt noch mehr Bäume, noch mehr gesundes Wasser und ganz billige, tolle Penthouses. Und ab und zu soll sogar mal ein Zug kommen.
Harald Schmidt in seiner ARD-Sendung zum Bahnhofsprojekt
Sie wollen wieder Demo, Krawall, Bäume besetzen. (…) Wer jetzt noch weitermacht, als habe es keinen Schlichterspruch gegeben, verletzt entweder die Regeln von Anstand und Rechtsstaatlichkeit oder er ist nur der nützliche Idiot für Leute, die einen anderen Staat wollen.
Die Bild-Zeitung über die Auseinandersetzung um das Bahnprojekt »Stuttgart 21«
Ich werde nicht müde zu sagen, daß die Debatte über die Häuserfassaden eine richtige Debatte am falschen Objekt war. Nichts ist anonymer als Häuserfassaden.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin bei der Präsentation eines Gesetzentwurfes zu Internetdiensten
Für den Wähler gilt wie für den guten Bolschewisten: Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.
Die Berliner Zeitung zu den auf Wikileaks veröffentlichten Protokollen US-amerikanischer Diplomaten