USA einigen sich mit Belarus über Freilassung von 250 Häftlingen
Vilnius. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am Donnerstag 250 Häftlinge freigelassen und dafür weitere Lockerungen der US-Sanktionen erhalten. Die Freilassungen erfolgten nach Gesprächen zwischen Lukaschenko und dem US-Gesandten John Coale in Minsk, teilte die US-Botschaft in Litauen am Donnerstag mit. Die USA willigten ein, Sanktionen gegen zwei belarussische Banken und das Finanzministerium des Landes aufzuheben. Unter den Freigelassenen befindet sich Marfa Rabkowa, Koordinatorin des Freiwilligennetzwerks der Menschenrechtsgruppe Wjasna. Sie war im September 2020 festgenommen worden und verbüßte eine Haftstrafe von 14 Jahren und neun Monaten wegen Extremismus und anderer Vorwürfe, die sie bestritt. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Wjasna befinden sich noch mehr als 1.100 politische Gefangene in Belarus.
Coale, der bereits zum dritten Mal nach Minsk gereits war, stellte in Aussicht, dass Lukaschenko bald die USA besuchen könnte. Dies wäre ein Durchbruch für den seit 1994 regierenden Staatschef, der nach Jahren der Isolation seine Beziehungen zu den USA und Europa verbessern will. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands. (Reuters/jW)
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