Nachschlag: Ein bisschen (trügerische) Hoffnung
Wer Banlieue sagt, sagt: Armut, sagt: Ausgrenzung. So auch das Pariser Banlieue Bernadins, dem die Bürgermeisterin Clémence Collombet (Isabelle Huppert) vorsteht. Seit langem kämpft sie um die Mittel zur Sanierung einer großen Hochhaussiedlung. Dann aber weigern sich die Bewohner infolge eines Wasserschadens, die Nebenkosten zu bezahlen, was die Hilfen unmöglich machen könnte. Mit ihrem Mitarbeiter Yazid (Reda Kateb), der selbst aus Bernadins stammt, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um die Bewohner von der Zahlung zu überzeugen und so doch noch die Sanierungsmittel zu bekommen. Dabei schreckt sie auch vor Lügen nicht zurück und will sogar noch einmal kandidieren, obwohl sie längst eine Nachfolgerin bestimmt hat. »Falsche Versprechen« ist kein sozialrealistisches Drama, im Fokus stehen die Protagonisten und Fragen der politischen Moral. Das ist durchaus sehenswert. Auch wenn das Happyend mit der Realität der Banlieues wenig zu tun hat. (row)
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