USA legen Rohstoffreserve an
Washington. Die USA wollen eine Rohstoffreserve für die Industrie aufbauen und damit unabhängiger von Lieferungen aus China werden. Dafür sei eine Anschubfinanzierung von fast zwölf Milliarden US-Dollar (rund zehn Milliarden Euro) geplant, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Von der Reserve sollen etwa US-Autohersteller und Technologiekonzerne profitieren, die im hohen Maße auf Seltene Erden oder andere wichtige Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium angewiesen sind. Finanziert werden soll die Reserve, über die zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, durch einen Kredit der US-Exportkreditagentur Exim in Höhe von zehn Milliarden Dollar, dazu sollen rund 1,7 Milliarden Dollar an privaten Mitteln kommen.
Bereits in der ersten Amtszeit von Donald Trump hatte die US-Regierung eine Rohstoffstrategie veröffentlicht, in der es hieß: »Die Vereinigten Staaten sind in hohem Maße von ausländischen Quellen für kritische Mineralien und von ausländischen Lieferketten abhängig, was potentielle strategische Verwundbarkeiten sowohl für unsere Wirtschaft als auch für das Militär zur Folge hat.«
Die EU-Kommission hat bereits im Dezember Pläne für eine Bevorratung von Rohstoffen vorgestellt. Ein »Europäisches Zentrum für Kritische Rohstoffe« soll gemeinsame Einkäufe mehrerer EU-Staaten koordinieren und Vorräte anlegen. (AFP/jW)
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