Beängstigend verrückt
Nie hatten Brad Pitt und Bruce Willis durchgeknalltere Rollen als in dem Film »12 Monkeys« von 1995. Darin mimen sie den Insassen einer psychiatrischen Anstalt und einen Zeitreisenden, der die Menschheit vor einer verheerenden Pandemie warnen will, aber durch die Zeitwechsel selbst irre wird. Von einer »Art apokalyptischer Fiebertraum« spricht das Lexikon des internationalen Films, doch gerade deswegen ist es heute ein Kultfilm. Gedreht hat ihn Terry Gilliam. In der an verrückten Filmen wie »Fear and Loathing in Las Vegas« nicht eben armen Vita des Monty Python-Mitbegründer sticht der Streifen noch einmal heraus. Auch 30 Jahre nach dem Kinostart hinterlässt »12 Monkeys« noch bleibenden Eindruck und das nicht nur aufgrund seiner visuell ungewöhnlichen Gestaltung. Sowohl die Auslöschung eines Großteils der Menschheit durch eine Pandemie als auch eine dystopische postpandemische Zwangsgesellschaft sind Vorstellungen, die uns heute noch plausibler erscheinen als damals in den 1990er Jahren. (mp)
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