Nachschlag: Alle Augen auf Abu Safija
Vorgeworfen wird dem New York Post-Autor schon, dass er im Falle des Todes von Hussam Abu Safija in israelischer Haft mitschuldig sei: Sein am Sonnabend veröffentlichter Text zu dem im Dezember 2024 entführten Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Norden Gazas versucht, Abu Safija als Hamas-»Terroristen« darzustellen. Zeit sollte man statt dessen auf die Al Dschasira-Doku zum »Verschwinden des Dr. Abu Safija« verwenden, in der zu sehen ist, wie der Direktor bis zuletzt um das Überleben seiner Patienten kämpfte. »Ihr Endziel, vielleicht des gesamten Krieges im Norden, war das Kamal-Adwan«, resümiert seine Frau Albina. Und dass die Zerstörung dieses Teils der Enklave ungestört fortschreiten sollte, wird durch eine aktuelle Reuters-Meldung klar: Dass eine Anfang 2024 durch USAID-Mitarbeiter ausgegebene Warnung die US-Regierung erreicht, wurde von der US-Botschaft in Jerusalem verhindert: Die Depesche sprach von einer »apokalyptischen Einöde« und »katastrophalen menschlichen Nöten«. (si)
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