-
03.02.2026
- → Ausland
Pakistans Armee tötet 145 Kämpfer
Quetta. Das pakistanische Militär hat in der Provinz Belutschistan am Wochenende mindestens 145 Kämpfer der Separatistengruppe Balochistan Liberation Army (BLA) getötet. Das meldeten pakistanische Behörden am Sonntag. Zuvor verübte die BLA am Sonnabend Anschläge an mehreren Orten im Südwesten Belutschistans, bei denen 31 Zivilisten, darunter fünf Frauen, sowie 17 Sicherheitskräfte ums Leben kamen. Die BLA bekannte sich zu den Angriffen. Die pakistanische Armee reagierte nach eigenen Angaben mit einer »Offensive« gegen die BLA und verhängte weitreichende »Sicherheitsbeschränkungen«. Unter anderem wurden öffentliche Versammlungen und Demonstrationen verboten und der Verkehr wurde eingeschränkt. Sarfraz Bugti, der Ministerpräsident der Provinz, erklärte am Sonntag gegenüber Reportern in Quetta, dass die »von Indien unterstützten Terroristen« Geiseln nehmen wollten. Er beschuldigte auch Afghanistan, die Angreifer zu fördern, und sagte, dass hochrangige Führer der BLA von afghanischem Territorium aus operierten. Sowohl Neu-Delhi als auch Kabul wiesen die Vorwürfe zurück. In einer Erklärung vom Sonntag warf Indien Pakistan vor, von internen Problemen abzulenken. Seit Jahrzehnten fordern Belutschen mehr Autonomie und einen größeren Anteil an den natürlichen Ressourcen der Region. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!