-
06.10.2025
- → Ausland
Frankreich: Lecornu sucht Regierung
Paris. Unmittelbar vor der Vorstellung seiner Regierung hat der französische Premierminister Sébastien Lecornu die Parteien der Mitte sowie die konservativen Republikaner (LR) zur Einheit aufgerufen. »Unter der Wahrung unserer Werte und unter Berücksichtigung unserer Unterschiede haben wir uns auf einen Fahrplan geeinigt, der uns zusammenbringt«, hieß es in einem Brief Lecornus, der den Spitzen des Präsidentenlagers und den Republikanern in der Nacht zu Sonntag übermittelt wurde. Lecornu hofft, die Spannungen in seinem eigenen Lager zu glätten. Im Parlament hat das Präsidentenlager keine eigene Mehrheit. Ursprünglich war erwartet worden, dass Lecornu seine neue Regierung am Wochenende, spätestens bis Sonntag abend, vorstellt. Doch am Sonntag nachmittag war unklar, ob er dies würde einhalten können. Lecornu will am Dienstag seine Regierungserklärung abgeben, in der er sich dann erstmals näher zu seinen Haushaltsplänen äußern dürfte.
Die Republikaner berieten am Sonntag nachmittag darüber, ob sie sich an der Regierung beteiligen. Die Partei und allen voran ihr Vorsitzender Bruno Retailleau erhöhen derzeit den Druck. Sie beklagen, dass einige ihrer Forderungen, insbesondere mit Blick auf die Migrationspolitik, ignoriert würden. (AFP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
