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Fernsehen

Horst Krause verstorben

Das Fernsehpublikum wird ihn vermissen. Horst Krause, bekannt vor allem in seiner Rolle als Horst Krause im »Polizeiruf 110«, ist vergangenen Freitag im Alter von 83 Jahren verstorben, wie seine Familie dem RBB am Montag mitteilte.

Geboren 1941 in der Nähe von Danzig, kam Krause als Kind in das brandenburgische Ludwigsfelde. Nach einer Dreherlehre und einem Studium an der Berliner Schauspielschule ab 1964 spielte er Theater in Parchim, Karl-Marx-Stadt und Dresden. Im DDR-Fernsehen trat er unter anderem in den Verfilmungen von Schillers »Die Räuber« und John Millington Synges »Der Held der westlichen Welt« sowie in der Kultserie »Der Staatsanwalt hat das Wort« auf.

Seiner Rolle als Most im 1993 angelaufenen Kinofilm »Wir können auch anders …« verdankt Krause den Durchbruch in der osterweiterten BRD – und einen Deutschen Filmpreis als Bester Darsteller. Zehn Jahre später wurde er beim Stockholm International Film Festival für seinen Auftritt in »Schultze gets the blues« sogar als bester Hauptdarsteller prämiert. Mitgewirkt hat er zudem an »Der Laden«, »Go Trabi Go 2« und »Gripsholm«.

Polizeihauptmeister Horst Krause wurde Krause 1998. Dies sei für ihn eine Rolle zum Ausleben gewesen. Erfunden habe die Figur des bauchigen, brummigen Dorfpolizisten, der mit Motorrad und einem Hund als Sozius durch warmherzig erzählte Geschichten poltert, aber der Regisseur Bernd Böhlich.

»Mit seiner bodenständigen, herzlichen und authentischen Art wurde er in der fiktionalen Welt zu einer echten Sympathie- und Symbolfigur für die Brandenburger Polizei«, zeigte sich letztere gegenüber jW traurig berührt vom Ableben des mutmaßlich freundlichsten – nun mal fiktiven – Polizisten Brandenburgs. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2025, Seite 11, Feuilleton

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