UNICEF erinnert an Katastrophe im Sudan
New York. Nach 500 Tagen Belagerung ist die sudanesische Stadt Al-Faschir in Norddarfur zum Epizentrum einer humanitären Katastrophe geworden, warnte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF am Mittwoch (Ortszeit) in New York. Mehr als 600.000 Menschen, die Hälfte von ihnen Kinder, seien vertrieben worden. Rund 260.000 Menschen, darunter 130.000 Kinder, seien weiterhin unter extremen Bedingungen eingeschlossen – und seit mehr als 16 Monaten von humanitärer Hilfe nahezu vollständig abgeschnitten. Die Kinder befänden sich durch die anhaltende Gewalt und eine verschärfte Hungerkrise in akuter Lebensgefahr. Die Situation im Sudan wird von der UNO als gegenwärtig schlimmste humanitäre Katastrophe – vor Gaza – eingeschätzt. Seit 2023 verwüstet ein blutiger Machtkampf zwischen den paramilitärischen »Schnellen Eingreiftruppen« und der Armee das afrikanische Land. (jW)
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