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Thailand wirft Kambodscha Bruch von Waffenruhe vor

Bangkok. Nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha hat Thailand der Gegenseite erneut eine Verletzung der Vereinbarung vorgeworfen. Das Außenministerium in Bangkok erklärte am Mittwoch, seine Truppen in der Provinz Si Sa Ket seien »von kambodschanischen Streitkräften mit Kleinwaffen und Granaten angegriffen worden«. Die beiden Nachbarländer hatten nach fünftägigen Gefechten, bei denen mindestens 43 Menschen starben, eine Waffenruhe ab Dienstag vereinbart. Obwohl Thailand Kambodscha auch in der vergangenen Nacht bereits Verstöße vorgeworfen hatte, hielt die Waffenruhe weitgehend. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2025, Seite 2, Ausland

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  • Michael aus Wien 31. Juli 2025 um 19:26 Uhr
    Warum schreibt die jw wie die anderen Mainstream-Medien auch vor allem, was Thailand verlauten ließ? Hat es keinen Zugang zu den Meldungen der kambodschanischen Regierung? (Ich gebe gerne Links zu auf Englisch verfassten Nachrichten.) Warum findet die Stellungnahme auch die der vorherigen Artikel von T. Berger vor allem mit Schwerpunkt Thailand statt? Wäre es nicht mal logisch, den Konflikt zu hinterfragen und »Ross und Reiter« zu nennen, anstatt sich auf das Narrativ des »seit Jahren schwelenden Grenzkonflikts um einen Tempel« zu versteifen? (Was insofern sogar falsch ist, als es gar nicht – bloß – um einen Tempel geht.) Gibt es keinen Wikipedia-Artikel dazu, der nicht nur einen Hinweis auf die entgegengesetzten Anliegen der beiden Seiten gibt, sondern diese klar benennt? Vorlage meinerseits: Kambodscha beruft sich bei dem Grenzverlauf darauf, dass dieser mehrfach seit den 1950er Jahren von internationalen Gremien festgelegt wurde – und hat dabei sogar gewisse Einbußen eine Insel betreffend hingenommen. Thailand hat, vor allem in Gestalt seines über der Regierung stehenden (!) Militärs, diesen Verlauf mehrfach infrage gestellt und dafür verschiedene Gründe bzw. Rechte angeführt. Kambodscha sieht sich im Recht, das von der internationalen Gemeinschaft gestützt wird. - Also: Wenn jede Seite jetzt den Grenzverlauf so gewaltmäßig absichert, wie sie das für sich in Anspruch nimmt, dann kann es nicht ausbleiben, dass es knallt. - Noch Fragen, Kienzle?
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