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Deutscher Jazzpreis

Jazz lebt

Die Jazz- und Schlagersängerin Uschi Brüning bekommt den Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk. Das teilte die Jury am Dienstag mit. Die 78jährige sei eine großartige und faszinierende Musikerin, deren Wirken über Dekaden hinweg Generationen geprägt habe, hieß es zur Begründung. Seit mehr als fünf Jahrzehnten begeistere sie als vielseitige Sängerin mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz, Soul und Chanson.

Brüning, geboren in Leipzig, gilt als eine der wichtigsten deutschen Jazzmusikerinnen. Sie arbeitete unter anderem lange mit Manfred Krug zusammen. In der DDR wurde sie mitunter als »Ella Fitzgerald des Ostens« bezeichnet. Auch ihr Mann Ernst-Ludwig »Luten« Petrowsky, der 2023 starb, war eine prägende Persönlichkeit der Jazzszene. Der Schriftsteller und langjährige jW-Kolumnist Wiglaf Droste trat mit beiden als »Meine ostdeutschen Adoptiveltern und ihr missratener Sohn aus dem Westen« auf.

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Der Deutsche Jazzpreis prämiert seit 2021 herausragende Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene. Die große Preisgala findet in diesem Jahr am 13. Juni statt – erneut in Köln. Brüning erklärte zur Würdigung: »Dieser Preis bedeutet mir sehr viel – nicht nur als Anerkennung für viele Jahre künstlerischer Arbeit, sondern auch als Zeichen dafür, dass der Jazz in all seinen Facetten weiterhin lebt, wächst und verbindet«, erklärte sie. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.05.2025, Seite 10, Feuilleton

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