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Keine Anklage nach Tod durch US-Polizeieinsatz

New York. Im Fall eines im vergangenen Jahr im US-Bundesstaat New York nach einem Polizeieinsatz gestorbenen Afroamerikaners gibt es keine Anklageerhebungen. Das zuständige Geschworenengremium verzichtete am Dienstag (Ortszeit) auf Anklagen gegen Polizisten, wie die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats, Letitia James, mitteilte. Sie zeigte sich »extrem enttäuscht« von dieser Entscheidung. Ein im September veröffentlichtes Video des Vorfalls vom 23. März in Rochester zeigte, wie Daniel Prude nackt und unbewaffnet auf einer Straße liegt. Ihm wurde eine sogenannte Spuckhaube aufgesetzt, ein Beamter drückte seinen Kopf auf den Boden. Der 41jährige verlor das Bewusstsein und starb eine Woche später im Krankenhaus. Die Autopsie kam zu dem Schluss, dass es sich um ein Tötungsdelikt gehandelt habe. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2021, Seite 6, Ausland

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