-
05.10.2019
- → Inland
Mahnmal für NSU-Opfer Enver Simsek geschändet
Zwickau. Ein zum Gedenken an ein Mordopfer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« in Zwickau gepflanzter Baum wurde abgesägt. Nach Angaben der Zwickauer Polizeidirektion ermittelt der Staatsschutz. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, nannte die Tat am Freitag in Berlin »bestürzend«. Die junge Eiche sollte an Enver Simsek erinnern. Am 9. September 2000 feuerten die Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Nürnberg neunmal auf den Blumenhändler. Simsek starb zwei Tage später an den Folgen seiner Verletzungen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!