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Norman Paech wird 80

Unermüdlich geißelt er die Kriege der NATO, die Rüstungsexporte deutscher Konzerne oder die alltäglich gewordenen Verletzungen des Völkerrechts, wie aktuell im nordsyrischen Kanton Afrin. Norman Paech bezieht Stellung für den Frieden. Der Jurist und emeritierte Professor für Politikwissenschaft und öffentliches Recht an der Universität Hamburg wird am heutigen Donnerstag 80 Jahre alt, junge Welt gratuliert herzlich! 1969 trat Norman Paech in die SPD ein. Er kehrte ihr 2001 den Rücken, als Sozialdemokraten und Grüne im Bundestag beschlossen, die Bundeswehr nach Afghanistan zu schicken. Seit 2007 ist er Mitglied der Partei Die Linke. Norman Paech engagiert sich unter anderem bei IALANA und IPPNW, bei Attac und im Auschwitz-Komitee. Zuletzt hielt er vor knapp zwei Wochen in Lübeck eine Rede anlässlich der Ostermärsche und erklärte darin: »Man zeigt auf Putin und vergisst die eigenen Verbrechen – wir aber sehen die Hinterlassenschaften dieser Kriege, die zerstörten und zerfallenen Gesellschaften und Staaten, die failed states, ein schwelender Herd immer neuer Gewalt und Terror, der den alten Kriegsmächten wiederum als Legitimation für neue Interventionen dient.« (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2018, Seite 10, Feuilleton

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