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Unabhängige Verlage kämpfen um Existenz

Düsseldorf. Unabhängige Verlage sehen sich durch Monopolisierungen auf dem Buchmarkt und Ausschluss aus dem Sortiment vieler Buchhandlungen in ihrer Existenz bedroht. Dadurch sei die Vielfalt der Verlags- und Literaturszene bedroht, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten »Düsseldorfer Erklärung«. Mehr als 60 unabhängige Verleger aus ganz Deutschland hatten die Erklärung nach einer Tagung auf Einladung der Kunststiftung NRW verabschiedet.

»Durch die starken Veränderungen im Medienkonsum geht auch die junge Generation zunehmend dem Buch verloren«, heißt es weiter. Belastet würden die kleinen Verlage auch durch das Urteil des Bundesgerichtshofs, das zum Wegfall der Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort geführt und sie zu Rückzahlungen verpflichtet habe. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2018, Seite 5, Inland

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