Mach mit!

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Viele Leserinnen und Leser entdecken die junge Welt zu erst im Pressehandel. Auch, weil sie sich in der Berichterstattung von anderen Zeitungen stark unterscheidet. Aus diesem Grund ist die Präsenz am Kiosk, im Supermarkt oder im Bahnhofsbuchhandel für uns wichtig und deshalb führen wir regelmäßig Werbekampagnen bei den Einzelhändlern durch. Bitte empfehlen Sie es weiter! Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen die Kollegen unseres Aktionsbüros (✆ 030/53 63 55-50) gern zur Verfügung.

Berichte
  • Kampfeswillen bei allen stärken

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    Junge Welt und Melodie & Rhythmus »sind zwei Zeitungen, die sich der Aufklärung, der Wahrheitsvermittlung, der Hoffnungsgebung, der Stärkung des Kampfeswillens und der Arbeit für die Überwindung der Ausbeutung verschrieben haben. Sie konkurrieren nicht miteinander, sondern sie ergänzen sich. Die junge Welt braucht die M&R, und die M&R braucht die junge Welt. Die Menschen benötigen realen Journalismus, eine internationale Gegendarstellung durch die Berichterstattung aus anderen Ländern und zu allen handfesten Themen: Soziales, Gesundheit, Ökonomie, Bildung, Ökologie usw. Aber um die Welt und ihre Lage darin erkennen zu können, brauchen sie, brauchen wir ebenfalls die Kultur und die Hoffnung. Gerade gegen rechts hilft einfaches Wissen nicht, wir haben einen Kulturkampf zu führen! In diesem Sinne plädiere ich dafür, (...) zu überlegen, wie beide Zeitungen gestärkt werden können«, schreibt uns in diesen Tagen unsere Leserin Johanna Z. aus Hamburg, die wir schon im obigen Beitrag vorgestellt haben. Ein ganz praktisches Beispiel, wie auch Sie die junge Welt stärken können: Steigen Sie auf eine höhere Abopreisklasse um! Nicht nur unsere Zeitungen sind außergewöhnlich, auch unsere Leserinnen und Leser: Wer es sich leisten kann, wählt anstelle des Normal- das Soliabo. Damit wird dann ein verbilligtes Sozialabo mitfinanziert – weil eben bei nicht wenigen das Geld nur dafür reicht. Aber auch sie brauchen die Möglichkeit zur Information und zur Stärkung des Kampfeswillens.

    Eine andere Art des Umsteigens: Stocken Sie Ihr Teilabo (z. B. das Wochenendabo) auf ein Vollabo mit täglicher Belieferung auf. Das ist gar nicht so teuer und verschafft Ihnen die täglich notwendigen Informationen und Analysen in einer überschaubaren und gut lesbaren Form. Jeder Umstieg hilft, die junge Welt als Tageszeitung zu stabilisieren und erhöht unsere Handlungsfähigkeit – und übrigens auch unseren Kampfeswillen!

    Vertriebsleitung junge Welt

    Jetzt umsteigen: jungewelt.de/abo

  • Da geht noch was

    Gemeinsam können wir in den nächsten 14 Tagen die M&R retten!

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    Ganz schön mutig: Am kommenden Freitag, also an einem Fußball-WM-Tag, an einem lauen Sommerabend ein Solikonzert für eine Kulturzeitschrift in Berlin zu machen, wenn gleichzeitig Che Guevaras Tochter Aleida zum Gespräch einlädt und auch ansonsten viel los ist in der Stadt. Aber wir brauchen dieses Zeichen des Widerstandes, dieses Signal, dass da noch etwas geht in der Linken. Und wir hoffen auf Unterstützung, auf Solidarität, auf regen Besuch. Es wird jedenfalls ein einmaliger Abend werden (zu Programm und auftretenden Künstlern siehe die Seite 10 dieser jW-Ausgabe). Wer sich einen Platz sichern will, kann noch Karten in der jW-Ladengalerie kaufen oder reservieren (Tel. 0 30/53 63 55-56 oder mm@jungewelt.de). Es wird Restkarten an der Abendkasse geben. Mit dem Konzerterlös sollen 50 M&R-Doppelabos für soziale Einrichtungen erwirtschaftet werden, Eintrittskarten gibt es ab zehn Euro.

    Anfang Januar haben wir in der jungen Welt bekanntgegeben, dass die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus eingestellt werden muss. Anfang April legten wir dann allerdings mit dem Versprechen nach, dass es mit dem Magazin für Gegenkultur weitergehen könnte, wenn wir bis Ende Juni als ersten Schritt 1.000 Abonnements für sie gewinnen können. Bis Freitag dieser Woche sind bei uns 865 Abobestellungen eingetroffen, in den nächsten zwei Wochen brauchen wir also die noch fehlenden 135! Und damit daraus was wird, drehen wir noch mal so richtig auf: So liegt an diesem Wochenende allen Ausgaben der jungen Welt, des Neuen Deutschlands, des Freitag und der UZ (Unsere Zeit – Zeitung der DKP) ein M&R-Aboflyer bei – wir rechnen mit kräftiger Nutzung! Viele Gruppen und Verbände überlegen weiterhin, wie sie das Projekt unterstützen können. Immer mehr Kulturschaffende melden sich zu Wort und werben öffentlich für ein Abonnement (siehe dazu online unter melodieund­rhythmus.com). Auch viele Einzelpersonen helfen mit ganz konkreten Aktivitäten. So hat unsere Leserin Claudia K. aus Cottbus 60 Büros der Partei Die Linke angeschrieben und ihnen ein Abonnement der M&R nahegelegt. Unsere Leserin Johanna Z. aus Hamburg regt an, dass auch Hochschulen und Weiterbildungsstätten in die Kampagne mit einbezogen werden sollten. Sie selber hat für den Hamburger SDS drei Abonnements und alle im jW-Shop erhältlichen M&R-Ausgaben geordert, um sie dem Seminar »Kultur, Ästhetik, Medien« zur Verfügung zu stellen. »Angelehnt an diese Idee, schlage ich vor, (...) mit der M&R in die Hochschulen zu gehen. Musikhochschulen, Musikstudiengänge, Schauspielschulen, Kunsthochschulen, Theaterstudiengänge, Journalismus usw. – da fällt einem sicherlich noch eine ganze Reihe ein! Und zusätzlich zur guten Verbreitung der M&R sind auch die kritischen Gedanken an den Hochschulen bitter nötig«, meint Johanna. »Die Idee mit den Unis stammt aus der Feder einer Studentin, wenn alle junge Welt-Freunde sich überlegten, ob ihnen in ihrem Bereich, ob in den Gewerkschaften, der Friedensbewegung, bei der Arbeit oder im Freundeskreis solche Ideen einfallen und sie sich zu einer oder zwei Aktionen verabredeten, dann bin ich mir sicher, dass beide Zeitungen gerettet werden könnten! Packen wir es alle zusammen an!«

    Und unsere Leserin Susanne M. aus Berlin hat nicht nur die Idee für ein kleines Weinfest auf der jW-Terrasse zur Aktion beigesteuert, sondern kocht und finanziert auch die Speisen dafür. Rund 40 Personen können so am kommenden Mittwoch (20. Juni) einen lauschigen Abend in feiner Gesellschaft bei gutem Wein und Essen genießen – und damit auch noch was Gutes für eine linke Kulturzeitschrift tun! Hier gibt es noch wenige Restkarten – allerdings müssen diese zuvor in der jW-Ladengalerie erworben werden.

    Höhepunkt der Endspurtkampagne wird das wunderbare M&R-Solikonzert am kommenden Freitag im Berliner Kulturzentrum Wabe sein. Wenigstens die jW-Mitarbeitenden können dabei ohne weiteres verschmerzen, dass sie Aleida Guevara an diesem Abend nicht treffen werden: Die Tochter des Che wird am 21. Juni unsere Redaktion besuchen.

    Jetzt das M&R-Perspektivabo bestellen (das Abo wird erst wirksam, wenn die Melodie & Rhythmus wieder erscheint): melodieundrhythmus.com/perspektivabo

  • Aufklärung und Genuss

    junge Welt lockt ab dem 20. Juni mit zahlreichen Kulturveranstaltungen

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    Gerade wenn der Sommer naht, ist Berlin eine Reise wert. Sicher nicht, um dort Politiksimulanten im Reichstagsgebäude oder gar Knabesche Gruselkabinette in Hohenschönhausen zu besichtigen. Eher schon wegen des multikulturellen Flairs, einer vergleichsweise fitten linken Szene und dem künstlerischen Angebot jenseits des Mainstreams. Und wegen der Tageszeitung junge Welt: Sie wird hier nicht nur produziert. Besonders in Berlin entfaltet sie sich als Gesamtkunstwerk. Eine gute Gelegenheit, das zu erleben, bieten die Tage um den bevorstehenden Sommeranfang. Es lohnt sich, bereits am 20.6. das Wochenende einzuleiten und um 19 Uhr auf der Terrasse der jW den Empfehlungen der Weinbeilage beim Verkosten pfälzischen Weins sinnlich-konkret nachzuspüren. Am Donnerstag (21.6.) lässt sich bei der Fête de la Musique gut daran anknüpfen: An über 100 Orten in allen Stadtbezirken singt und klingt es. Zum Abschluss des Tages ist etwas härtere Kost angesagt: In unserer Ladengalerie in der Torstraße 6 diskutieren ab 19 Uhr die jW-Autoren Karin Leukefeld und Peter Schaber über die Situation in Syrien nach sieben Jahren Krieg. Als besonderes Highlight des Wochenendtrips empfiehlt sich am 22.6. ab 19.30 Uhr der Besuch des M&R-Solikonzerts »­Poesie & Politik« in der Berliner »Wabe«, Danziger Straße 105. Dort gibt es ein vielseitiges Programm mit Poetry Slam, Theater, Lyrik und viel Musik. Am Samstag (23.6.) besteht schließlich von 11 bis 22 Uhr die Möglichkeit, das Fest der Linken rund um den Rosa-Luxemburg-Platz zu erleben. Die angrenzende jW-Ladengalerie bietet zwei spannende Buchpremieren: um 15 Uhr »Aufmarschgebiet Baltikum«, mit den Autoren Uwe Markus und Ralf Rudolph, und um 17 Uhr »Künstler in der Zeitenwende II« mit dem Autor und DDR-Kunstexperten Peter Michel. Ein erlebnisreicher Sommeranfang ist also möglich, voller Aufklärung und Genuss. Sie können dabeisein!

    Aktionsbüro

    Kartenbestellungen, Vorverkauf und Information zur Weinverkostung, zum Solikonzert und zu den Ladengalerieveranstaltungen telefonisch unter 030/53 63 55-56 oder in der jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin (Mo.–Do. 11–18 Uhr, Fr. 10–14 Uhr)

    Kartenvorverkauf für das Soli­konzert online unter melodieund­rhythmus.com/solikonzert

    Kartenvorverkauf für die Weinverkostung online unter melodieundrhythmus.com/wein

  • Notwendiger Schritt

    junge Welt erhöht zum 1. Juli Abo- und Einzelverkaufspreise

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    Liebe Leserinnen und Leser,

    entgegen dem Branchentrend kann junge Welt die Auflage stabil halten. Aber auch wenn die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Verlags erfreulich ist, dürfen wir uns noch lange nicht entspannt zurücklehnen. Zwar schlossen wir das Jahr 2017 mit einem Überschuss ab, auch im ersten Quartal wurden noch alle Kosten über Einnahmen gedeckt – ein gutes Resultat einer erfolgreichen Arbeit von Verlag und Redaktion. Allerdings schlagen erhöhte Zustellkosten und steigende Druckpreise zu Buche, zudem steht zum 1. Juli eine Gehaltserhöhung für die Kolleginnen und Kollegen der Verlag 8. Mai GmbH an. Kosten entstehen auch durch die notwendige digitale Weiterentwicklung: Es müssen zusätzliche Personalstellen geschaffen werden.

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    Printabopreise der jungen Welt im Vergleich zu anderen überregionalen Tageszeitungen

    Aus diesen Gründen werden wir zum 1. Juli 2018 die Preise für Abonnements moderat erhöhen. Die Abopreise für das Normal- und Soliabo (Print wie Online) steigen monatlich um 1,70 Euro, für Sozialabos um 0,70 Euro. Die Preise für zusätzliche Onlineabos für Printabonnenten erhöhen wir um 0,60 Euro. Am Kiosk wird die junge Welt pro Erscheinungstag 10 Cent mehr als bisher kosten (10 Rappen in der Schweiz).

    Auflagenverfall und Anzeigenrückgang haben bei anderen Tageszeitungen dazu geführt, dass deren Verkaufspreise laufend deutlich erhöht wurden. War die junge Welt in den neunziger Jahren noch die teuerste überregionale Tageszeitung, ist sie heute die günstigste (siehe Grafik). Wir gehen weiter vorsichtig mit Preiserhöhungen um, auch weil wir wissen, dass viele Leserinnen und Leser auf jeden Euro angewiesen sind. Deshalb belasten wir Sozialabos geringer als Normal- und Soliabos.

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    Onlineabopreise der jungen Welt im Vergleich zu anderen überregionalen Tageszeitungen

    Wir möchten Sie bitten, trotz der Preiserhöhung zu prüfen, ob es Ihnen möglich ist, auf eine höhere Preis­stufe umzusteigen. Denjenigen, die zum Beispiel als Studenten die jW zum Sozialpreis bestellt hatten und heute einer Beschäftigung nachgehen, möchten wir einen Umstieg auf das Normal- oder Soliabo vorschlagen, damit wir auch weiterhin allen, die darauf angewiesen sind, ein Sozialabo anbieten können. Diese gibt es bei uns ohne einen Nachweis, weil wir wissen, dass unser Leserkollektiv sehr solidarisch mit dieser Option umgeht. Wir wissen auch, dass dies nicht selbstverständlich ist, und möchten uns dafür bei Ihnen bedanken.

    Für Fragen stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Aboservice zur Verfügung, telefonisch unter 030 53 63 55 80/-81 (montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail unter abo@jungewelt.de.

    Jonas Pohle, Vertriebsleitung

  • Noch 281 Abos fehlen

    M&R-Neustart wäre ein Erfolg für die Linken im Lande

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    Linke Kultur fördern: 1.000 M&R-Abos jetzt (M&R-Konzert in der Berliner Wabe, Februar 2018)

    In genau vier Wochen müssen wir entscheiden, ob die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus wieder erscheinen kann oder eingestellt bleibt. Denn nur, wenn sich bis dahin 1.000 zusätzliche Abonnenten bei uns melden, können wir mit der Bildung einer Redaktion und den Vorbereitungen für die nächste Ausgabe der M&R starten. Wenn nicht, bleibt die traditionsreiche Zeitschrift, die 1957 in der DDR gegründet wurde, eingestellt. In den letzten Jahren haben wir M&R zum »Magazin für Gegenkultur« weiterentwickelt. Die einzige Kulturzeitschrift, die sich nicht der kapitalistischen Marktlogik unterwirft und sich scharf gegen rechte Entwicklungen positioniert, wäre dann verschwunden. Besonders schmerzlich in einer Zeit, in der sich rechte Ideologien und Ideologen immer stärker in politischen, kulturellen und institutionellen Räumen ausbreiten – und schon deshalb ein Magazin für Gegenkultur dringender denn je benötigt wird.

    Erfreulicherweise stehen die Chancen dafür, dass es weitergehen kann, nicht schlecht. Zum einen bildet sich gerade ein Netzwerk progressiver Künstlerinnen und Künstler heraus, die sich für den Erhalt von M&R einsetzen. Darunter sind Musiker, Komponisten, Schauspieler, Kabarettisten, Wissenschaftler, Fotografen, Publizisten, Poeten, Regisseure, Graffiti-Künstler. Ihre Beiträge können auf der Internetseite melodieundrhythmus.com nachgehört und nachgelesen werden. Zum anderen erreichten uns bis Freitag 719 Bestellungen, es fehlen also noch 281 Abos, die in den nächsten vier Wochen geworben werden müssen. Und das ist dank vielfältiger Aktivitäten von Leserinnen und Lesern der Zeitschrift und anderen Unterstützern zu schaffen. Aktivisten sind zum Beispiel auf dem Fest der Linken am 23. Juni in Berlin und am 30. Juni auf dem Hamburger Methfesselfest sowie dem Sommerfest der DKP Berlin präsent. Eine Unterstützergruppe organisiert am 20. Juni in der Berliner jW-Ladengalerie eine Weinverkostung und am 22. Juni im Berliner Kulturzentrum Wabe ein Solikonzert – mit dem Erlös sollen Abonnements für soziale und kulturelle Einrichtungen finanziert werden. Viele Künstler machen bei ihren Auftritten auf das Projekt aufmerksam. Linke Medien unterstützen die Bemühungen mit einem Abobeileger. Auch in verschiedenen sozialen Medien sind Unterstützer aktiv. Denn in den nächsten vier Wochen gilt: Jedes Abo zählt!

    Aber auch wenn das Ziel erreicht und mit dem Aufbau einer Redaktion und den Vorbereitungen für das nächste Heft losgelegt werden kann, sind noch längst nicht alle Probleme gelöst. Das fängt mit der Redaktion an: Für die werden zwei Redakteurinnen (Redakteure) gesucht, die gemeinsam mit Autoren und anderen Machern wie Grafikern und Fotografen die harte Arbeit aufnehmen. Die materiellen Bedingungen verbessern sich zwar, wenn die Aktion erfolgreich weitergeht, sie sind aber noch lange nicht komfortabel. Neben den 1.000 Abonnements bis zum 30. Juni werden weitere 400 bis zum Ende des Jahres und weitere 700 im kommenden Jahr benötigt, um das Magazin längerfristig zu sichern. Aber auch das kann geschafft werden: Wenn dank der Unterstützung von Künstlern und Lesern 1.000 Abonnements für eine Zeitschrift, die es gar nicht mehr auf dem Markt gibt, gewonnen werden können, werden sich die Bedingungen für die Abo- und Anzeigenwerbung verbessern, wenn Melodie & Rhythmus wieder konkret zu haben ist. Und genau daran wird in den nächsten vier Wochen hart gearbeitet. Ein Erfolg wäre einer für die gesamte deutschsprachige Linke und darüber hinaus.

    Dietmar Koschmieder (Verlag 8. Mai GmbH), Simon Zeise (LPG junge Welt eG)

    So können Sie uns beim Endspurt helfen:

    – Abonnieren oder verschenken Sie ein M&R-Abo. Das kostet 26,90 Euro für vier Ausgaben jährlich (oder 36,90 Euro, wenn Sie ein Soliabo abschließen oder 16,90 Euro, wenn Sie das Angebot für jW-Abonnenten nutzen).

    – Sie können ein Doppelabo für 50 Euro im Jahr abschließen. Dann erhalten nicht nur Sie vier Ausgaben jährlich, sondern auch eine zweite Person oder Institution (zum Beispiel ein Freund, Jugendtreff oder eine Bibliothek).

    – Sie dürfen auch gerne eine Spende auf folgendes Konto überweisen: Verlag 8. Mai GmbH, Postbank Berlin, IBAN: DE50 1001 0010 0695 6821 00, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Gegenkultur.

    – Besuchen Sie doch unser Weinfest am Mittwoch, dem 20. Juni, auf der Terrasse der jW-Redaktion in 10119 Berlin, Torstraße 6. Wir bieten diverse Weinsorten zur Verkostung mit wunderbarem Buffet, Lyrik und Musik. Der Reinerlös der Veranstaltung wird für Abonnements in kulturellen Einrichtungen verwendet. Die Karte kostet 20 Euro (Normalpreis) oder 35 Euro (Solipreis). Bitte rechtzeitig vorbestellen!

    – Ein besonderes Ereignis wird auch das M&R-Solikonzert in der Berliner Wabe am Freitag, den 22. Juni 2018. Musik, Poesie und Theater, präsentiert von mindestens 14 Künstlerinnen und Künstlern in ganz besonderer Atmosphäre. Der Reinerlös des Abends steht ebenfalls zur Finanzierung von Freiabos für kulturelle Einrichtungen zur Verfügung.

    Jetzt Melodie & Rhythmus unterstützen: melodieundrhythmus.com/perspektivabo

  • Volle Kraft voraus

    Wiederbelebung von Melodie & Rhythmus: Der Juni ist der Aktionsmonat

    Für eine linke Gegenkultur: Damit M&R wieder erscheinen kann, mü
    Für eine linke Gegenkultur: Damit M&R wieder erscheinen kann, müssen die Kräfte gebündelt werden

    Die Zahl heißt 659. So viele Menschen haben sich seit Beginn der Kampagne am 11. Mai für ein Abonnement zur Wiederbelebung des Magazins für Gegenkultur Melodie und Rhythmus entschieden. 1.000 der sogenannten Perspektivabos müssen bis zum 30. Juni mindestens gewonnen werden, damit aus dem Wunsch Wirklichkeit wird. Dieses Ziel ist zu schaffen und sogar zu überbieten, denn letztlich sollen bis Ende kommenden Jahres 1.700 M&R-Abonnentinnen und -Abonnenten zu den treuen bisherigen Leserinnen und Lesern hinzukommen. Sie hauptsächlich sichern ab, dass ein starkes Zeichen gegen den rechten Vormarsch auf kulturellem Gebiet gesetzt und an einer Verständigung über linke Gegenkultur gearbeitet werden kann.

    Dafür legen sich viele Leserinnen und Leser mächtig ins Zeug. Uns erreichen in diesen Tagen zahlreiche Mails, in denen von Aktivitäten berichtet wird. Die Freunde der Ligurischen Alpen (www.liguri.info) haben in ihrer Rundmail einen Link auf unsere M&R-Seite gesetzt. Die Barnimer Bürgerpost veröffentlichte kostenlos eine ganzseitige Anzeige zum M&R-Perspektiv­abo, und das Theorieblatt Offensiv hat unser Anliegen auf seiner Leserbriefseite verbreitet. Die Künstlergruppe »Tendenzen« schrieb alle bisherigen Ausstellungsteilnehmer an, damit sie ein Abo abschließen. Wir danken sehr und hoffen auf viele Nachahmer.

    Der Juni ist – wie geplant – der Monat mit den meisten Aktivitäten. Hier zeigt sich, wieviel Kraft das gemeinsame Ziel freisetzt. Auf dem »Fest der Linken« in Berlin am 23. Juni wird M&R mit einem Stand dabeisein, ebenso auf dem Sommerfest der Berliner DKP am letzten Sonnabend des Monats. Am selben Tag geht es nach Hamburg zum Methfesselfest. Die Veranstalter haben uns aus Solidarität viel Zeit eingeräumt. M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl spricht über Kriegspropaganda und Kulturindustrie und diskutiert danach mit dem Rapper Albino. Gundermanns Seilschaft e. V. ist auf uns zugekommen; wir können in der von ihm veranstalteten Projektwoche zu »Gundermanns Lieder in Europa« für Melodie & Rhythmus werben.

    Am 20. Juni wird die M&R-Unterstützergruppe eine Weinverkostung auf der Terrasse des Verlags anbieten. Anlass ist das Erscheinen der diesjährigen Wein-Beilage der Tageszeitung junge Welt. Es gibt ein siebengängies Menü und sieben Pfälzer Weine. Die Tropfen werden von jW-Thema-Chef Daniel Bratanovic vorgestellt und danach von den Gästen verkostet. Dazu gibt es Musik und Gedichte. 40 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Nutzen Sie daher das nebenstehende Formular. Die Anmeldungen werden in Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

    Ein besonderer Höhepunkt der M&R-Solidarität ist das Konzert mit Tapete, Strom und Wasser, Weber-Herzog-Musiktheater, Faten El-Dabbas und anderen – auch spontanen Gästen. Am 22. Juni um 19.30 Uhr geht es in der Wabe in der Danziger Straße 105 in 10405 Berlin los. Kartenbestellungen online im M&R-Shop, telefonisch unter 0 30/53 63 55 56 oder in der junge Welt-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin. Auch hier gilt: Wer zuletzt kommt …

    Aktionsbüro

    M&R-Unterstützertreffen, 29. Mai, 18 Uhr, jW-Ladengalerie des Verlags 8. Mai, Torstraße 6, 1019 Berlin

    Jetzt das M&R-Perspektivabo bestellen: melodieundrhythmus.com/perspektivabo

  • Im Namen der Solidarität

    junge Welt, Melodie & Rhythmus und Granma auf dem UZ-Pressefest

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    Jamsession im jW-Zelt beim UZ-Pressefest 2016: Der kubanische Musiker Gerardo Alfonso (Mitte) mit Sohn Tobias und Liedermacher Tobi Thiele

    Reden wir über das größte Fest der Linken in diesem Land. Es ist das der Kommunisten, das Volksfest der Wochenzeitschrift Unsere Zeit und der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Es ist ein Fest für Frieden und Solidarität. Leider findet es nur alle zwei Jahre statt – in diesem Jahr vom 7. bis 9. September in Dortmund-Wischlingen im Revierpark. Erwartet werden Zehntausende Besucher, Internationalisten, Friedensaktivisten, Gewerkschafter, Armutsbekämpfer, Antifaschisten und und und.

    Es ist nicht die Frage, ob ein solches Fest Sinn ergibt. Der ist offensichtlich. Der allgemeine Umgang des Kapitals mit sich selbst und seinen Mehrwerterzeugern, sprich Lohnabhängigen, wird Konkurrenz genannt. Wir alle sind bloß Individuen, die auf Märkten das Gegeneinander leben sollen. Wo diese Art des »Zusammenlebens« in Gefahr ist, greift die Klassenpolitik von oben ein. Um einem solchen Dasein wirkliches Zusammenleben entgegenzusetzen, dazu ist – wenigstens für drei Tage – dieses Fest der Solidarität da.

    Solidarität ist nichts, was automatisch verbindet, weil man gemeinsam trinkt und tanzt. Solidarität ist Mitmachen und Mitdenken. Darum ist ein großer Teil der Musik – etwa die von Konstantin Wecker, Esther Bejarano, Gina Pietsch – kein Umtata, sondern es sind linke Lieder, bei denen man sich was denken muss. Sie setzen beim Zuhörer Gedanken frei. Und mit denen geht er dann in die vielen Zelte von vielen Organisationen, die zu vielen Themen viel diskutieren. Der Kopf platzt beinahe – aber man hat zwei Jahre Zeit, die neuen Gedanken zu verarbeiten und sein Leben in eines mit Solidarität zu ändern.

    Der Verlag 8. Mai ist mit junge Welt, Melodie & Rhythmus und Granma international dabei. Mit den DKP-Genossinnen und -Genossen aus dem Osten der Republik wird das Seeufer bespielt. Für diese drei Tage ist es der Lenin-Platz. Darum gibt es in unserem großen jW-Zelt auch eine Lenin-Bar mit Musik, Theater und Diskussion. Spannend wird es ab 22 Uhr, dann darf nämlich keine elektrisch verstärkte Musik mehr gespielt werden. Was wird dann passieren? Demnächst mehr dazu. Und: Möge uns der Wettergott im September noch ein paar warme Tage schenken.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft der jungen Welt

    Mehr Infos unter: pressefest.unsere-zeit.de

  • Ehrgeiziges Ziel

    M&R-Solikonzert in der Berliner Wabe am Freitag, den 22. Juni

    Tapete und ...
    ... Faten El-Dabbas sowie viele andere setzen sich für die Fortführung von Melodie & Rhythmus ein

    Unser Ziel, für den Erhalt der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus bis zum 30. Juni 1.000 Abonnements einzuwerben, haben wir noch lange nicht erreicht – noch fehlen rund 400 Abos. Aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen. Vor allem, weil in den kommenden Wochen viele Aktivitäten stattfinden, die weitere Abos einspielen sollen: Feste, Infostände, Geburtstagsfeten mit Werbung für M&R-Abos! Was ganz Besonderes hat sich die Berliner Leserinitiative einfallen lassen: Am Freitag, den 22. Juni, findet im Berliner Kulturzentrum Wabe ein Solikonzert für M&R unter dem Titel »Poesie & Politik« statt. Der Rapper Tapete wird zusammen mit dem Liedermacher Tobias Thiele auftreten, die Spoken-Word-Künstlerin Faten El-Dabbas kommt zu Wort, das Weber-Herzog-Musiktheater führt Szenen aus seinem Stück »Frau Kapital und Dr. Marx« auf, das Crossover-Trio Cressy Jaw stellt Songs von seinem Debütalbum vor, Mala Emde und Skye McDonald von der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch interpretieren Texte von Peter Hacks, abgerundet wird der abwechslungsreiche Abend mit der Ska-Punk-Polka-Rock-Band Strom & Wasser. Nicht völlig ausgeschlossen sind Überraschungsgäste. Mit dem Reinerlös des Abends werden 50 M&R-Doppelabos für Bildungs- und Kultureinrichtungen finanziert. Die Soli-Eintrittskarte kostet 30 Euro, es kann aber auch der Normalpreis (20 Euro) gewählt werden. Zudem stehen noch Sozialtickets für zehn Euro zur Verfügung. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf im M&R-Shop online unter melodieundrhythmus.com/solikonzert, in der Berliner jW-Ladengalerie während der Öffnunsgzeiten (Montag bis Donnerstag von 11 bis 18 Uhr, Freitag von 10 bis 14 Uhr) sowie telefonisch unter 030/53 63 55 56. Kartenreservierungen sind auch über die Wabe per E-Mail an info@wabe-berlin.de oder telefonisch unter 0 30/9 02 95 38 50 möglich. Melodie & Rhythmus(jW)

  • Handlungsfähig

    Vollversammlung der junge Welt-Genossenschaft: Ökonomische Voraussetzungen für konsequent linke Inhalte sichern

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    In der Verlag 8. Mai GmbH (benannt nach dem Tag der Befreiung, der sich im Gründungsjahr 1995 zum 50. Mal jährte) erscheinen die Tageszeitung junge Welt und die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus. Außerdem wird neben anderen Veranstaltungen die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz organisiert. Dieser Verlag gehört seit 1998 mehrheitlich einer Genossenschaft. Denn nennenswerte finanzielle Mittel standen dem jungen Unternehmen nicht zur Verfügung. Da man solche aber braucht, um eine Tageszeitung auf längere Sicht herausgeben zu können, wurde die Linke Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft junge Welt eG (LPG) gegründet. Allerdings verfügte auch diese bei ihrer Konstituierung am 7. Oktober 1995 (keineswegs zufällig am 46. Jahrestag der Gründung der DDR) nicht über nennenswertes Kapital. Erst als über Jahre viele Mitglieder viele Anteile für die Genossenschaft zeichneten, wurde sie handlungsfähig. Im Klartext heißt das: In den ersten Jahren musste der Verlag 8. Mai weitgehend ohne finanzielle Hilfe auskommen.

    Das Konzept ging aber auf, die gestärkte LPG hilft bis heute, wo sie kann: Investitionen in Verlagsprojekte werden wenigstens zum Teil über Darlehen der Genossenschaft finanziert. Fehlt es kurzfristig an Mitteln, um Rechnungen bezahlen zu können, helfen Liquiditätskredite. Und es gibt weitere Möglichkeiten, eine Überschuldung des Verlages zu verhindern. Offensichtlich wird mit den Mitteln sinnvoll gewirtschaftet: Trotz größter Schwierigkeiten in der Zeitungsbranche hat die Verlag 8. Mai GmbH heute nennenswerte Verbindlichkeiten nur gegenüber der Genossenschaft. Die Verlagsbilanz für das Geschäftsjahr 2017, die auf der kommenden Generalversammlung am Samstag, den 16. Juni 2018, ab 13 Uhr vorgestellt wird, konnte mit einem Überschuss abgeschlossen werden. Auf dem Treffen wird sich auch zeigen, welche Auswirkungen dies auf die Bilanz der Genossenschaft hat.

    Diese erfreuliche Ausgangslage darf aber nicht davon ablenken, dass keine allzu großen ökonomischen Reserven vorhanden sind. Nach wie vor kommt es entscheidend darauf an, die verkaufte Auflage der jungen Welt zu entwickeln, um die laufenden Kosten für deren Herstellung decken zu können. Und es werden dringend weitere Genossinnen und Genossen für die LPG gesucht, um die Handlungsfähigkeit aufrechterhalten zu können. Zur Zeit läuft außerdem eine Kampagne, um die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus auf ökonomisch stabile Grundlage zu stellen. In einem ersten Schritt sind dazu bis zum 30. Juni mindestens 1.000 zusätzliche Abonnements für das Quartalsmagazin notwendig. Nur dank des starken Engagements und zahlreicher Aktivitäten von Genossinnen und Genossen, Mitarbeitenden in Verlag und Redaktion und Leserinnen und Lesern werden auch künftig die ökonomischen Ziele erreicht. Diese aber sind Grundvoraussetzung dafür, dass auch die inhaltlichen umsetzbar sind: konsequent linker Journalismus, der in Zeiten einer rasanten Rechtsentwicklung unabhängig von Parteien, Kirchen, Institutionen und Konzernen arbeiten kann.

    Vorstand der LPG junge Welt eG

  • Instrument im Kampf gegen Kriege

    Bereits 554 Abos für Melodie & Rhythmus – Solikonzert am 22. Juni in der Berliner Wabe

    Dietmar Koschmieder
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    Bergfest! Um mit unserem Magazin für Gegenkultur weitermachen zu können, brauchen wir bis Ende Juni 1.000 Abonnements. Erreichen wir dieses Ziel, können andere Voraussetzungen für die Vorbereitung der nächsten Ausgabe von Melodie & Rhythmus geschaffen werden. Bis Freitag dieser Woche bestellten 554 Personen ein Perspektivabo, womit wir mehr als die Hälfte unseres Zieles erreicht haben, Bergfest eben. Allerdings fehlen noch 446 solcher Abonnements – die innerhalb der nächsten sieben Wochen bei uns eingehen müssen, ansonsten bleibt M&R auf dem Eis liegen. In Zeiten des rechten Vormarsches auf politischem wie kulturellem Terrain sollten wir letzteres verhindern! Und dabei zählt wirklich jedes Abonnement!

    Zuspruch findet unsere Initiative besonders unter fortschrittlichen Kulturschaffenden. Seit unserem letzten Zwischenbericht meldeten sich der Rapper Albino, der Psychoanalytiker Klaus-Jürgen Bruder, der Musiker und Autor Dave Randall, die Punkband The Baboon Show, der Liedermacher Heinz Ratz (Strom und Wasser) und der Publizist Owen Hatherley zu Wort und treten mit Text- und Bildbeiträgen für den Erhalt von M&R ein. Alle bisher erschienenen Texte finden Sie unter melodieundrhythmus.com. Andere Künstler haben sich bereit erklärt, bei einem Solikonzert für den Erhalt der Kulturzeitschrift mitzuwirken, zu dem Unterstützer am Freitag, den 22. Juni 2018, in das Berliner Kulturzentrum Wabe einladen. Mit Texten und Liedern wird dort nicht nur ein konkreter Solibeitrag erwirtschaftet (mit dem Erlös sollen 50 Doppelabos finanziert werden): Am 22. Juni 1941 begann der Überfall der deutschen Naziwehrmacht auf die Sowjetunion. Auch heute sind deutsche Soldaten wieder in vielen Ländern aktiv. Damalige und heutige Kriege waren und sind aber ohne entsprechende kulturelle Vorarbeit nicht möglich – weshalb ein Magazin für Gegenkultur, das auf solche Zusammenhänge aufmerksam macht, dringend benötigt wird. Der Erhalt der M&R ist also nicht reiner Selbstzweck, die Zeitschrift wird als wichtiges Instrument auch im Kampf gegen Kriege – vor allem solcher mit deutscher Beteiligung – dringend gebraucht.

  • Bekanntheitsgrad erhöht

    800 Helfer verteilen über 100.000 Exemplare der jungen Welt

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    junge Welt-Verteilung am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg (Mariannenplatz)

    Viele Menschen können gemeinsam handelnd großartige Dinge leisten. So haben rund um den ersten Mai gut 800 Unterstützerinnen und Unterstützer der Tageszeitung junge Welt dafür gesorgt, dass zusätzlich zur regulären Tagesauflage (26.000 Exemplare) weitere 105.000 Zeitungen im ganzen deutschsprachigen Raum an interessierte Menschen verteilt wurden. Ob nun unser Unterstützer Lukas O. wie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit anderen 2.000 Zeitungen im nordbadischen Raum verteilte oder ob unsere Unterstützerin Claudia K. in Cottbus erstmals mit 50 Zeitungen an den Start ging: Überall wurden gezielt Menschen auf die Existenz der jungen Welt aufmerksam gemacht. Erstes Ziel der Aktion ist es, durch den erhöhten Bekanntheitsgrad den Kioskverkauf anzukurbeln: Für viele ist die junge Welt eine Entdeckung, der ersten geschenkten Ausgabe folgt nicht selten der Kauf am Kiosk. Verlässliche Zahlen gibt es erst später – aber es zeichnet sich schon jetzt ein deutlicher Mehrverkauf im Einzelhandel ab. Allerdings kommt es darauf an, diese Mehrverkäufe zu stabilisieren. Das gelingt, wenn die Zeitung überzeugen kann.

    Auch unsere Unterstützerin Claudia K. ging mit ihren 50 Zeitungen nicht allein an den Start: Da sie vier weitere Helfer fand, konnte man sich auf der Gewerkschaftskundgebung in Cottbus auch viel Zeit nehmen, um mit Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. 14 Probeabos kamen dabei heraus. Noch liegen nicht alle Rückmeldungen aus den vielen Aktionsorten vor, weshalb wir noch keine abschließende Zahl nennen können. Von Orten, in denen wir schon in den letzten Jahren präsent waren, schickten uns Unterstützer auch bezahlte Vollabonnements, so zum Beispiel aus Basel. Dort war unser Aktionsteam zwar durch Krankheit geschwächt – das wurde aber ausgeglichen durch die aktive Unterstützung der Schweizer Cuba-Si Freunde. Außerdem meldete sich spontan Ulf B. aus der Gewerkschaftskundgebung, um die junge Welt aktiv auf dem Basler Barfüsserplatz zu verteilen. Das sind nur wenige Beispiele für das vielfältige und aktive Agieren unserer Leserinnen und Leser. Wir möchten uns bei allen ganz herzlich bedanken – und bei der Gelegenheit darauf hinweisen, dass man auch zu anderen Anlässen und anderen Zeiten beim jW-Aktionsbüro Zeitungen für Verteilaktionen bestellen kann, wenn vor Ort etwas wichtiges geschieht. So haben sich unsere Münchener Unterstützer für die große Demo gegen die geplanten Polizeigesetze am vergangenen Donnerstag 800 Zeitungen anliefern lassen. Mit dem Vorlauf von etwa einer Woche kann man mit unserem Aktionsbüro eine Anlieferung verabreden.

    Die nächste große, koordinierte gemeinsame Aktion unserer Leserinnen und Leser für die Erhöhung des Bekanntheitsgrades der jungen Welt wird rund um den 1. Mai im kommenden Jahr stattfinden.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

  • Gemeinsam sind wir stark

    Mit dem Schwung der Verteilaktion jetzt den »Kauf am Kiosk« stärken!

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    Unterstützer von junge Welt verteilen in Berlin

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, am 1. Mai verteilten wir mit Eurer Hilfe in allen Bundesländern, in zahlreichen Städten Österreichs und der Schweiz über 105.000 junge Welt-Exemplare. Wir – das waren über 400 Akteure aus fast 200 Orten sowie das jW-Aktionsbüro mit vielen Helferinnen und Helfern in Berlin und Potsdam. Wir überblicken nicht im Detail, wie Ihr Euch dabei gefühlt habt, aber für uns war es gut zu wissen, dass man in diesen Vor- und Nachmittagsstunden des Kampftags der Arbeiterklasse in einer großen Gemeinschaft zusammensteht und eine Ausgabe der junge Welt verbreitet: mit jeder Menge Gegeninformationen, die für den politischen Alltag wichtig sind, nicht zuletzt, um den rechten Vormarsch zu stoppen. Ein herzliches Dankeschön allen, die mitgeholfen haben, und das oft unter erschwerten Bedingungen: An vielen Orten war es sehr heiß, an anderen gab es kräftige Windböen, die der Standausrüstung zusetzten und das Verteilen zu einer akrobatischen Übung werden ließen. Zuweilen kamen die Zeitungen nass an, zum Glück nicht allzu oft verspätet. Das Warten auf den Zulieferer – eine Folter. Doch was am Ende zählt: Dank der hohen Einsatzbereitschaft wurden Hundertausende erreicht!

    Wir freuen uns über die ersten Rückmeldungen und hätten gerne noch mehr davon – auch mit Fotos. Aus ihnen lernen wir, was in der Vorbereitung dieses Riesenevents gut lief und was verbessert werden muss. Ann-Sofie aus Gießen lässt uns wissen: »Wir haben die Sprüche genutzt, die in dem Artikel ›Vor dem Sturm‹ eine Woche vor der Verteilung am 1. Mai vorgeschlagen wurden. ›Heute kostenlos‹ hat sehr gut funktioniert.« Und Carsten aus Lambrechtshagen schreibt: »Die großen Plakate waren sehr hilfreich, weil wir sie an unserem Stand gut sichtbar anbringen konnten.« Das spornt uns an, weiter mit Aktionspaketen für Unterstützer zu arbeiten und sie zu optimieren. So funktioniert unser Guerillamarketing: Wir sind auch öffentlich präsent, ohne der Werbeindustrie viel Geld in den Rachen zu stopfen.

    Nun hoffen wir, dass mit Eurem Zuspruch viele neue Leserinnen und Leser den auf der Titelseite der Verteilausgabe abgedruckten Kioskgutschein nutzen. Sinnvoll ist es nach wie vor, potentielle Leserinnen und Leser darauf hinzuweisen, wo die junge Welt erhältlich ist, und sie zum Kauf zu ermuntern. Auch Eure Vorschläge, welche Zeitungshändler wir erstmals oder stärker beliefern sollten, nehmen wir gerne unter 030/53 63 55 50 entgegen. Dort, wo es gelingt, Kioskpersonal in unsere Anstrengungen einzubeziehen, kommen wir übrigens besonders gut voran. So können im Ergebnis einer wirklichen Gemeinschaftstat noch mehr Menschen über den Einzelhandel den Nutzen der jungen Welt entdecken. Wir rechnen weiter mit Eurem Engagement!

    Aktionsbüro

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      jW-Verteilung am Brandenburger Tor in Berlin
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      Stand des Verlags mit junge Welt in Basel
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      Verteilung der jungen Welt in Sangerhausen
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      Wegen schlechten Wetters zog die DGB-Veranstaltung in Wilhelmshaven nach drinnen
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      Tageszeitung junge Welt am Stand des Rotfuchs in Rostock
  • Unsere schärfste Waffe

    Warum eine marxistische Tageszeitung gebraucht wird

    jW-Plakat
    jW-Werbung nach dem Neustart 1995 mit klarer Ansage

    Für kämpferischen linken Journalismus braucht es mehr als theoretisches Rüstzeug: Fachliche Kompetenz und handwerkliches Geschick der Macherinnen und Macher, ein Netz engagierter Autoren und Unterstützer sowie eine halbwegs funktionierende technische Basis. Unverzichtbar bleibt zudem das Instrument, welches Friedrich Engels bereits 1886 als »unser bestes Arbeitsmittel und unsere schärfste Waffe« charakterisierte: die materialistische Dialektik. Sie konsequent anzuwenden, sichert nicht nur einen Eintrag im Bundesverfassungsschutzbericht. Es ermöglicht vor allem zu schreiben, was wirklich ist. Und damit Veränderung zu befördern. Denn in Zeiten der Restauration auf allen gesellschaftlichen Ebenen tut Aufklärung dringend not. Die Widersprüche und Ungerechtigkeiten der herrschenden Welt(un)ordnung zu beschreiben, reicht nicht. Sie als Folgen von veränderbaren Klassenverhältnissen begreifbar zu machen, ermöglicht erst zielgerichteten Widerstand. Um diesen zu verhindern und Unterwerfung unter das Diktat des großen Geldes als alternativlos erscheinen zu lassen, bemühen sich die Kopflanger des Kapitals redlich, den Marxismus nach Kräften verschwinden zu lassen.

    Anlässlich des Marx-Jubiläums nehmen Zahl und Ausmaß derartiger publizistischer Verrenkungen erwartungsgemäß zu. Besonders beliebt ist es gegenwärtig, den von Engels überlieferten Marx-Ausspruch zu strapazieren, er sei kein Marxist. Selbst eine Doktoranden-Tagung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung fand unter diesem Motto statt. Geflissentlich übersehen wird der sarkastische Kontext dieses Zitats. Marx und Engels ging es um die Abgrenzung von sich progressiv gebenden »jungen deklassierten Bürgerlichen«. Diese waren bereits damals im Begriff, die erfolgreiche sozialistische Bewegung zu infiltrieren.

    Die Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus waren sich der Gefahr wohl bewusst: Dogmatiker wollten sich die Interpretationshoheit über ihre Lehre sichern, um sie inhaltlich zu entschärfen. Nach 1989/91 gewann dieser Prozess an Fahrt. Zum Geschäft einer marxistischen Tageszeitung gehört es, diesem Ansinnen eine historisch-dialektische Weltsicht entgegenzusetzen. Dabei nicht in Beliebigkeit abzugleiten und gesichertes Wissen nicht über Bord zu werfen, wird von Gegnern wie den vorgenannten ironischerweise als Dogmatismus denunziert. So gesehen ist das jW-Kollektiv beim Einsatz von Schreib- und sonstigem Gerät auch weiterhin gern dogmatisch. Doch dabei immer bemüht um eine leichte Hand.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

    junge Welt drei Wochen gratis lesen: jungewelt.de/probeabo. Das Probeabo endet automatisch.

  • Es lebe die internationale Solidarität!

    Samuel Wanitsch, Vereinigung Schweiz-Cuba, tritt für internation
    Samuel Wanitsch, Vereinigung Schweiz-Cuba, tritt für internationale Solidarität ein

    Zusammen mit der Vereinigung Schweiz-Cuba und ALBA Suiza war die Tageszeitung junge Welt am 1. Mai in Basel mit einem eigenen Stand vertreten. Rund 2.500 Teilnehmer kamen zur Kundgebung auf den Basler Barfüsserplatz. Neben Lohngleichheit, das offizielle Motto in diesem Jahr, spielte vor allem die internationale Solidariät insbesondere mit Palästina, Rojava und den progressiven Ländern Lateinamerikas eine wichtige Rolle.

    An dieser Stelle veröffentlichen wir die Grußbotschaft der Vereinigung Schweiz-Cuba zum 1. Mai:

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde aus dem In- und Ausland,

    »Hoch die internationale Solidarität!«. Dieser Slogan geht uns Linken relativ leicht über die Lippen, wenn wir im Demo-Zug unterwegs und unter uns sind. Zu oft wird er aber nur benutzt, um einfach mehr Leute hinter das eigene Anliegen zu scharen und ohne die Empathie zu entwickeln, dass es in dieser Welt noch viele andere Ungerechtigkeiten gibt, die diese Solidarität genauso dringend nötig haben.

    Halten wir uns an Che Guevara: »Seid vor allem immer fähig, jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen. Das ist die schönste Eigenschaft einer Revolutionärin/ eines Revolutionärs.«

    Zu oft stehen Desinformation und mediale Manipulation einer Annäherung im Wege. Das »Teile und herrsche« als bewährte Taktik der Mächtigen funktioniert bestens und verfängt leider auch bis in die Linke hinein immer wieder, weil sie die Definition gewisser Begrifflichkeiten wie beispielsweise »Demokratie«, »Menschenrechte«, »humanitäre Intervention«, »Pressefreiheit«, »westliche Wertegemeinschaft« einfach den Mächtigen überlässt, und oft unreflektiert übernimmt und weiterverwendet.

    Wer die gängige Anwendung dieser Begriffe in Frage zu stellen wagt und die US-gesteuerte Einteilung in Gut und Böse, in Demokratie und Diktatur, in Regierung und Regime kritisiert und als Strategie entlarvt, dem wird sofort die Verschwörungstheorie-Keule über den Kopf gezogen. Es dürfen ja keine Zusammenhänge erkannt werden.

    Wenn wir von Solidarität nicht nur schwatzen, sondern sie glaubwürdig leben wollen, dann müssen wir unser Kombinationsvermögen schärfen und überall genauer hinschauen, wer da Opfer und wer wirklich Täter ist. »Jeder Krieg der letzten 50 Jahre beruht auf Medienlügen«, sagt einer, der es wissen muss: Wikileaks-Gründer Julian Assange. Und weil er zu viel Wahrheit durchsickern ließ, sitzt er nun – wegen der Verfolgung durch die Entlarvten – seit Jahren in einer Botschaft gefangen.

    Wer hat denn Interesse an Krieg? Wem dient Krieg? Liegt es nicht in der Logik der Sache, dass die gewaltigen Waffen- und Kriegsindustrien immer wieder Krieg brauchen, um neu produzieren zu können - und folglich auch immer wieder ein neues Feindbild zeichnen müssen?
    Und dann sind da schliesslich auch die Bodenschätze, die locken...

    Cesar Mendez, venezolanischer Botschafter in der Schweiz, am jW-
    Cesar Mendez, venezolanischer Botschafter in der Schweiz, am jW-Stand

    Dass die Schweiz bei diesem für die Ausgebeuteten meist tödlichen Spiel keineswegs bloß neutraler Beobachter ist, wie sie sich gerne darstellt, zeigt sich in der tendenziösen Auslandberichterstattung der bürgerlichen Medien, bei denen selbst die öffentlich-rechtlichen mittlerweile US-Propagandasendern gleichen.

    Da ist das Beispiel Venezuela, das als Diktatur schlechtgemacht wird, obwohl es das fortschrittlichste Wahlsystem des ganzen Kontinents hat, vom früheren US-Präsident Jimmy Carter himself bestätigt. Alle positiven Errungenschaften der Bolivarianischen Revolution werden rundweg unterschlagen: Unter Chávez und Maduro wurde die Alphabetisierung erfolgreich realisiert, die extreme Armut um mehr als 40% reduziert und sage und schreibe zwei Millionen Wohnungen für Arme gebaut. Und was macht die neutrale Schweiz? Sie übernimmt von der EU die Sanktionen gegen Venezuela.

    Umgekehrt trifft sich Wirtschaftsminister Schneider-Ammann samt einer Gilde von der Öffentlichkeit nicht bekannten Vertretern der großen Schweizer Multinationalen exakt in diesen Tagen mit dem korrupten Putschpräsidenten Temer in Brasilien, kaum wurde dort der populäre Arbeiterführer und aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat Lula da Silva ins Gefängnis gesteckt.

    Und worum geht es da? Unter anderem um die Kommerzialisierung, sprich Privatisierung einer der größten Wasserreserven der Welt durch Nestlé. In der Delegation mit dabei die Waffenschmiede Ruag und Pflanzengiftspritzer Syngenta.Nebenbei bemerkt: Dieser Putschpräsident Temer traf sich anlässlich des WEF in Davos zum Gespräch mit Nestlé-Verwaltungsratspräsident Bulcke... Was halten wohl die Ureinwohner von unserer »westlichen Wertegemeinschaft«, wenn sie vertrieben und ihrer Lebensgrundlagen beraubt werden?

    Und hierzulande – weit weg - spricht man unreflektiert von »unserer Wirtschaft« (was ist eigentlich »unser« an »unserer Wirtschaft«?) und vom »Erfolgsmodell Schweiz«. Die daran klebenden Blutspuren der Ausgebeuteten und Ermordeten bleiben unerwähnt.

    Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Das muss für uns heißen, dass wir an die Lebensbedingungen aller Menschen auf diesem Planeten denken und entsprechend handeln. Solidarisieren wir uns mit allen, die sich dafür einsetzen, so wie es beispielsweise Arbeiterführer Lula in Brasilien mit aller Konsequenz tut. Freiheit für Lula! Lula livre! Keine imperialistische Einmischung in Venezuela! Schluss mit der völkerrechtswidrigen Blockade – auch der Schweizer Großbanken – gegen Kuba! Achtung der Souveränität aller Völker! Es lebe die internationale Solidarität!

    Und übrigens: Der 1. Mai kann auch Fest sein, z. B. dort, wo vieles erreicht ist, wofür wir hier mühsam kämpfen: gratis Gesundheitswesen, gratis Bildungswesen, Lohngleichheit. In Kuba feiern das heute Millionen am Tag der Arbeit – wer es nicht glaubt, komme und sehe an unserem Stand...


    Basel, den 1. Mai 2018
    Samuel Wanitsch, Vereinigung Schweiz-Cuba

  • Wem gehört die junge Welt?

    Die Junge Welt wird 1947 in der Sowjetischen Besatzungszone als Wochenzeitung für die Jugend gegründet. Sie erscheint seit 1951 in der Verlag Junge Welt GmbH, die auch viele andere Zeitungen und Zeitschriften herausgibt. Seit 1952 ist die Junge Welt eine Tageszeitung, inhaltlich wird sie bis 1989 vom Zentralrat der Freien Deutschen Jugend geführt. Im Rahmen der feindlichen Übernahme der DDR werden diverse Bestandteile des Verlages abgewickelt oder gen Westen verkauft. Die Tageszeitung Junge Welt geht 1991 für eine Mark an ein Westberliner Medienhaus. Die Auflage verfällt, am 5. April 1995 erfahren die Beschäftigten morgens auf dem Weg zur Arbeit über das Radio, dass ihre Zeitung eingestellt wird.

    Der Betriebsratsvorsitzende und einige andere Kolleginnen und Kollegen wollen das nicht hinnehmen, gründen die Verlag 8. Mai GmbH und kaufen von den Alteigentümern Titelrechte und Abobestand. Nur wenige Tage später kann die junge Welt weiter erscheinen. Da so gut wie kein Kapital zur Verfügung steht – und weil man mit der Zeitung auch langfristig von Parteien, Unternehmen, Kirchen und anderen Organisationen unabhängig bleiben will – wird die linke Pressegenossenschaft LPG junge Welt eG gegründet. Diese übernimmt 1998 die Mehrheit am Verlag und besitzt diesen seit 2017 fast vollständig. Die jW-Genossenschaft unterstützt den Verlag vor allem bei Investitionen und Liquiditätsengpässen. Die wichtigste Finanzierungsgrundlage der jungen Welt sind aber die Einnahmen aus Abonnements. Durch sie müssen die laufenden Kosten erwirtschaftet werden. Deshalb ist die junge Welt bis heute darauf angewiesen, ständig neue Leserinnen und Leser zu gewinnen.

    Mitglied in der Genossenschaft kann jeder Mitarbeitende des Verlags und jede Leserin, jeder Leser werden. Jedes Mitglied hat eine Stimme, egal wie viele Genossenschaftsanteile sie oder er besitzt. Auf dieser ökonomischen Grundlage wird seither darum gekämpft, eine unabhängige, linke marxistische Tageszeitung im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Der Verlag organisiert darüber hinaus jährlich die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz, an der regelmäßig bis zu 3.000 Personen teilnehmen. Außerdem druckt und vertreibt er die deutschsprachige Ausgabe der Granma International im Auftrag der Zentralredaktion in Kuba. Im Moment kämpft der Verlag 8. Mai darum, die Zeitschrift Melodie & Rhythmus, ein Magazin für Gegenkultur, weiter herausgeben zu können.

    Dietmar Koschmieder, Geschäftsführung Verlag 8. Mai GmbH

  • Täglich gegen Krieg

    Die junge Welt ist von Parteien und Konzernen unabhängig. Und hat deswegen klare Positionen

    Arnold Schölzel
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    Demonstration gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz in München am 17. Februar 2018

    Zeitungen, Medien generell, nehmen Partei. Durch Auswahl von Nachrichten, Bestimmung von Schwerpunkten für Meinungsbeiträge und die Reihenfolge, in der sie Themen anbieten. Die Behauptung, einen guten Journalisten erkenne man daran, dass er sich nicht gemein mache mit einer Sache – auch nicht mit einer guten, er sei überall, aber gehöre nirgendwo dazu, ist falsch. Journalisten »gehören« hierzulande einem Konzern, sind abhängig von Parteien oder von faktischen Staatssendern. Ausnahme: die junge Welt.

    Zeitungen waren im Kapitalismus lange ein glänzendes Geschäft. Sie sind es auch gegenwärtig, trotz Auflagenrückgang. In der Bundesrepublik besitzen etwa zehn bis zwölf sehr reiche Familien zwei Drittel aller Tages- und Wochenzeitungen. Karl Marx kommentierte 1842: »Die erste Freiheit der Presse ist es, kein Gewerbe zu sein.«

    Die Ausmaße der Monopolisierung im Mediengewerbe konnte er nicht ahnen. Die weltweit zehn größten Medienhäuser sitzen heute in den USA und mit Bertelsmann eins im deutschen Gütersloh. Mark Zuckerberg ist Chefredakteur des Informationskanals mit der global größten Zahl an Nutzern. Das Internet, an sich eine nützliche Einrichtung, wurde unter der Herrschaft der Milliardäre zum Tummelplatz von Pöblern, Nationalisten und Neofaschisten. Das kennzeichnet die Lage: Klassenkampf von oben kommt ohne Medien nicht aus. Der von unten auch nicht. Deswegen gibt es die junge Welt.

    In dieser Umgebung behauptet sie sich seit fast 25 Jahren mit ihrem heutigen Profil. Worin es besteht? Sehr verknappt: Sie ist eine tägliche Zeitung gegen den Krieg, ein Organ der Friedensbewegung. Das trifft in akuten Konflikten anfangs oft nicht auf Zustimmung. Allerdings ist der Bedarf an Gegeninformationen gerade dann auch enorm hoch. Einige Stichworte: Kosovo 1999, Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2011, heute Syrien, wo deutsche »Tornados« völkerrechtswidrig patrouillieren – ausschließlich Angriffskriege.

    Die junge Welt stellt deren wirtschaftliche und soziale Ursachen dar. Wer mit der »Agenda 2010« Niedriglöhne und Verarmung einführt, der schaufelt nicht nur von unten nach oben um, er stellt die Ohnmacht her, die Aufrüstung und Militarisierung ermöglicht. Abbau von Demokratie und Rechtsstaat, Verstärkung von Repression und präventive Bürgerkriegsübungen gehören dazu. Wer den Rechtsruck bekämpfen will, sollte auf entsprechende Parteien achten, aber nicht übersehen: Es waren SPD, Grüne, CDU/CSU und FDP, die ihn vollzogen.

    Die junge Welt bildet die Verhältnisse ab – nicht nur deren Oberfläche. Das ist der Anspruch. Prüfen Sie, ob wir dem gerecht werden.

  • Die Waffe der Kritik braucht ein Magazin

    ... und noch 539 Abos bis zum 30. Juni 2018

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    Bis Freitag erreichten uns 441 Abobestellungen für unser Magazin für Gegenkultur. Zur Erinnerung: Bis zum 30. Juni brauchen wir mindestens 1.000 zusätzliche Abonnements. Außerdem sollen die ersten Anzeigenjahreskunden gewonnen und die ersten Spenden gesammelt werden. Ist dieses Etappenziel geschafft, müssen wir zwar weiter sammeln, um die M&R materiell abzusichern. Aber wir können dann loslegen und die ersten konkreten Schritte für die Herausgabe der nächsten Nummer der Melodie & Rhythmus unternehmen. Erreichen wir dieses Ziel nicht, kann die M&R aus materiellen Gründen nicht weiter erscheinen.

    Ob wir es schaffen werden, steht im Moment also noch nicht fest. Aber die vielfältigen Reaktionen machen uns doch ganz schön Mut: So melden sich immer mehr Kulturschaffende aus allen Genres, die sich aktiv für die Weiterführung der Zeitschrift einsetzen. Seit unserem letzten Zwischenbericht vor 14 Tagen an dieser Stelle konnten wir Beiträge der Liedermacherin Dota Kehr, vom Graffitti-Künstler Sozi36, von Friedemann (Sänger der Band COR), der Elektropunkband Mono für alle, dem Publizisten Moshé Machover, dem Ranting-Poeten Tim Wells, von Diego Castro (Musikgruppe Black Heino) und vom Komponisten Nicolaus A. Huber hinzugewinnen. Diese und alle anderen bisher veröffentlichten Beiträge finden sie unter melodieundrhythmus.com. Hier entsteht ein wichtiges Künstlernetzwerk, auf das wir uns bei einer möglichen künftigen Arbeit stützen können.

    Aber auch Leserinnen und Leser unterstützen uns vielfältig: Die Leserin Claudia K. aus Cottbus hat zu ihrem runden Geburtstag 40 Gäste eingeladen – als Geburtstagsgeschenk wünscht sie sich, dass sich jeder Gast mit einem M&R-Abo selbst beschenkt. Den Bestellcoupon hat sie mit der Einladung verschickt und wünscht sich, dass man ihn ausgefüllt zur ihrer Party mitbringt. Und in Berlin fand mittlerweile das erste regionale Unterstützertreffen statt. Zwei Events werden nun vorbereitet: Am 20. Juni, zeitgleich mit dem Erscheinen der jW-Weinbeilage, wird auf die Terrasse des Verlag 8. Mai (hier erscheinen jW und M&R) zur Weinverkostung eingeladen. Am 22. Juni findet die erste Soli-Kulturveranstaltung mit Konzerten, Poetry Slam und Theater in der Wabe in Berlin statt. Mit den Erlösen der Veranstaltungen sollen mindestens 50 Doppelabos für soziale Einrichtungen, Bibliotheken und Freie Radios finanziert werden. Auch die ersten Jahreskunden für Anzeigen konnten gewonnen werden.

    Schöne Beispiele für außergewöhnliches Engagement, es bleibt aber dabei: Jeder kann uns auch ganz individuell mit einem Abonnement oder einer Spende sehr konkret unterstützen.

    Melodie & Rhythmus – Magazin für Gegenkultur

  • Marx feiern

    Den 200. Geburtstag des Weltveränderers begeht die junge Welt mit Artikeln, Vorträgen und Musik

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    Abschiedskonzert für Daniel Viglietti: Gina und Frauke Pietsch am 21. Februar 2018 in der Berliner Wabe

    Mit dem Nahen des 5. Mai nimmt die Präsenz des sonst totgeschwiegenen Karl Marx auch in den »Qualitätsmedien« regelmäßig sprunghaft zu. Bei seinem 200. Geburtstag geht das nicht. Neue Vereinnahmungstrategien feiern fröhlich Urständ. Als marxistische Tageszeitung sieht sich die junge Welt in der Pflicht, dem Substantielles entgegenzusetzen und Marx auf eine ihm angemessene Weise zu ehren. Journalistisch erfolgt das mittels einer in internationaler Medienkooperation entstandenen Beilage, einer Serie zu marxistischen Grundbegriffen sowie von Themaseiten. Alles im Zeitraum vom 28. April bis 5. Mai.

    Die junge Welt ist mehr als eine Tageszeitung: Das Medienprodukt wird mittlerweile von zahlreichen anderen Aktivitäten ergänzt. Zu diesem gehören die Rosa-Luxemburg-Konferenz, die jW-Ladengalerie und das Magazin für Gegenkultur Melodie&Rhythmus, um dessen Erhalt wir gerade kämpfen. Entsprechend ehren wir Marx auch mit eigenen künstlerischen Angeboten. Dazu gehört insbesondere das am 4. Mai im Chemnitzer »Weltecho« und am 5. Mai in der Berliner »Wabe« stattfindende Festprogramm »Karl Marx. Seiner Nützlichkeit wegen«. Die Künstlerinnen Gina und Frauke Pietsch werden mit ihrem literarisch-musikalischen Programm unterschiedlichste Facetten der Bedingungen, Triebkräfte und Wirkungen des Marxschen Lebenswerks nahebringen. In Berlin wird der Abend mit einer Rede des bekannten Journalisten und Schriftstellers Dietmar Dath eröffnet. Dort werden mittlerweile schon die Karten knapp. In Chemnitz ist die Situation noch nicht ganz so angespannt. Doch lohnt es sich für beide Veranstaltungen, jetzt rasch zu ordern. Darüberhinaus empfehlen wir die zahlreichen Marx-Veranstaltungen befreundeter Organisationen, bei denen jW-Mitarbeiter präsent sind, etwa in Trier. Dort wird am 4. Mai im Bürgerhaus Trier Nord jW-Thema-Chef Daniel Bratanovic im Rahmen der Konferenz »Marx hat Zukunft« seinen Vortrag »Der Marxismus, Wissenschaft des Klassenkampfes« halten.

    Einen Überblick über wichtige Veranstaltungen können Sie sich online über www.jungewelt.de/Marx200 verschaffen.

    Redaktion, Verlag und Genossenschaft

  • Vor dem Sturm. Hinweise für jW-Unterstützerinnen und Unterstützer

    Ingo Höhmann
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    Auf die Menschen zugehen: jW-Verteilaktion am 1. Mai 2016 in Berlin

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, die erste Etappe der diesjährigen 1.-Mai-Aktion ist abgeschlossen. 180 Aktivisten haben gut 106.000 Zeitungen bestellt, welche in mehr als 165 Orten verteilt werden. Dabei sind sowohl Leserinitiativen, altbewährte Einzelkämpfer, aber auch viele Leser, die sich erstmalig an einer solchen Aktion beteiligen.

    Die Anlieferung der Zeitungen wird am 30. April in den Morgenstunden erfolgen. Das Aktionsbüro benötigt eine kurze Bestätigung über das Eintreffen der Zeitungen per Mail an ihm@jungewelt.de oder telefonisch unter 0 30/53 63 55-50. Wenn bis 10 Uhr die Zeitungen nicht angekommen sind, dann bitte ebenfalls melden. So können wir rechtzeitig reagieren. Es hat sich bewährt, den Ablageort zu kennzeichnen.

    Damit die Tausenden Verteilexemplare auch in der vorhandenen Zeit zielgerichtet verteilt werden können, solltet ihr folgendes beachten: Der jW-Verteiler muss offensiv handeln. Gerade auf die Person zugehen, die Zeitung mit entsprechender Ansage entgegenhalten. Bewährt haben sich kurze Bemerkungen wie: »Heute kostenlos!«, »Nur lesen!« oder einfach »Bitte!«. Nicht auf längere Diskussionen einlassen, sondern auf den Infostand verweisen. Am Infostand sollen Probeabos eingeworben werden. Der Hinweis darauf, dass es nach drei Wochen automatisch endet, wirkt motivierend. Das Ausfüllen der Listen muss korrekt erfolgen.

    Am Infostand reichen zwei Personen aus. Diese sollten argumentationsfähig und schlagfertig sein. Der Stand dient als Treffpunkt für die Verteiler. Diese empfangen ihre Menge und ziehen zur Verteilung los. Wenn die Zeitungen verteilt sind, sofort zum Stand zurück und einen neuen Zeitungspacken holen. Kundgebungen dauern meistens eine Stunde. In dieser Zeit muss der Großteil der Zeitungen verteilt sein. Während der Demonstration zu verteilen, ist komplizierter. Die Verteiler sollten rechtzeitig an der Demonstrationsroute stehen.

    Jeder muss wissen: Wieviel jW-Exemplare habe ich, wo und wann sind sie zu verteilen?

    Die Koordination aller Handlungen muss in den Händen eines vorher bestimmten Unterstützers liegen.

    Packen wir es an!

  • Die Waffe der Kritik braucht ein Magazin ...

    … und noch 689 Abos bis zum 30. Juni 2018

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    Vor zwei Wochen haben wir Sie auf Seite drei der jungen Welt darüber informiert, dass wir uns entschlossen haben, den Kampf für die Weiterführung der Melodie & Rhythmus, des Magazins für Gegenkultur, aufzunehmen. Die erste entscheidende Schlacht findet bis zum 30. Juni 2018 statt: Insgesamt 1.000 zusätzliche Abonnements, Spenden und die ersten Jahreskunden für Anzeigen werden gebraucht, um den Kampf fortsetzen zu können. Aber auch die ersten Grundlagen für eine Künstlerinitiative sollen bis dahin gelegt werden. Diese Ziele sind nur zu erreichen, wenn es uns gelingt, linke Aktivisten, Medien und Organisationen als Unterstützer für die Fortführung der M & R zu gewinnen. Heute ziehen wir eine erste Zwischenbilanz: Bisher konnten wir 311 neue Abonnenten und eine Reihe von Umsteigern auf eine höhere Preisklasse gewinnen. Auch erste Jahresverträge für die Anzeigenbelegung sind im Gespräch. Und von dem großartigen Engagement vieler unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler können Sie sich auf der Startseite des Internetportals www.melodieundrhythmus.com überzeugen: Der Theaterregisseur Johann Kresnik, der Liedermacher Konstantin Wecker, der Kabarettist Christoph Sieber, der Komponist Genoël von Lilienstern und der Rapper Jason Williamson von der Band Sleaford Mods erklären dort, warum für sie Gegenkultur und die M & R so wichtig sind. Alle zwei bis drei Tage kommen weitere Veröffentlichungen von Künstlerinnen und Künstlern hinzu, lassen Sie sich überraschen – und anregen!

    Immer mehr Leserinnen und Leser der Zeitschrift fragen nach, ob es neben dem Abonnement auch andere Wege und Möglichkeiten gibt, für die Weiterführung der Melodie & Rhythmus aktiv zu werden. Das soll nun auf einem ersten Unterstützertreffen am Dienstag, dem 24. April, ab 18 Uhr in der jW-Ladengalerie (10119 Berlin, Torstraße 6, bei schönem Wetter auf der Terrasse hinter dem Haus) beraten werden. Jeder kann uns aber auch ganz individuell mit einem Abonnement oder einer Spende in diesem Kampf unterstützen.

    Melodie & Rhythmus – Magazin für Gegenkultur

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