Emmanuel Macron erweckt immer noch den Anschein, die unterschiedlichen Interessen der französischen und deutschen Regierungen (besser Kapitalistenklassen) auf einen Nenner bringen zu können.
Kein ungeklärtes Phänomen: Das Problem der fehlenden Inflation wäre einfach zu lösen, aber die Damen und Herren der Zentralbanken wollen (und dürfen) nicht.
Wie in der Außenpolitik passt sich die Regierung Trump auch in der Wirtschafts- und Steuerpolitik ganz an den von den Großkonzernen vorgegebenen Konsens an.
Der Neoliberalismus, dessen Ende vor zehn Jahren mit der Finanzkrise hätte eingeleitet werden sollen, zeigte auch 2017 keine weiteren Zeichen des Ablebens. Eher ist das Gegenteil der Fall.
Die »Brexit«-Story beginnt jetzt erst. Was bisher an Kriegsgeschrei zwischen der Rest-EU und der Regierung des britischen Königreiches stattfand, war nur Vorgeplänkel, jetzt geht es um die »City«.
Es ist jetzt ungefähr einen Monat her, dass wir mit den »Paradise Papers« erschreckt wurden. Die Empörung war groß und das Thema wurde zehn Tage lang durch die Talkshows genudelt.
Da diese Politik auch anderswo unter dem Namen Neoliberalismus wütete, spricht viel dafür, dass die »säkulare Stagnation« ihre langfristig und durchaus strukturelle Folge war.
Erstaunlich ist es schon, dass die Kreditexpansion zum Zweck der Spekulation binnen eines knappen Jahrzehnts wieder das gleiche Ausmaß wie vor 2007 erreicht hat
Wir haben es bei Apple mit einer Art Fonds zu tun, der das in Hülle und Fülle hereinkommende Geld dazu verwendet, andere Unternehmen oder Teile davon zu erwerben
Saudi-Arabien galt lange als stabil. Daran hapert es, seit der jetzige König Salman und dessen Sohn Mohammed 2015 an die Spitze des Hauses Saud gelangten
Gute Nachrichten aus Berlin: Die potentiellen Koalitionäre von CDU, CSU, FDP und Grünen streiten sich. Schade, dass diese Regierung dann doch irgendwann zustande kommt.
Eher ist zu vermuten, dass Bundesbankchef Jens Weidmann, wenn er durch eine Wunderoperation zum Chef der italienischen Zentralbank würde, flexibel genug wäre, seine Ansicht zu ändern.
Bisher wurde bei den Austrittsverhandlungen zwischen London und Brüssel die eigentlich interessante Frage ausgeklammert: Bleibt die City von London der zentrale Finanzplatz für EU-Europa?
Die »Reformpläne des Emmanuel Macron: FDP-Chef Lindner, die AfD und die deutsche Presse müssen sich keine Sorgen machen, dass der »gierige Franzose« Zugriff auf deutsches Geld erhält
Kapitalisten aus aller Welt sind ganz scharf darauf, in und mit China Geschäfte zu machen. Dennoch sind sie nicht zufrieden. Sie beklagen den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft
Von Lucas Zeise
Raul Mee/Estonian Presidency of the Council of the EU/dpa
Die größte skandinavische Bank Nordea zieht von Stockholm nach Helsinki. Es geht nicht nur um »Einsparungen«, auch um eine möglicherweise weniger strenge Aufsicht. Schweden scheint das recht zu sein