Gegründet 1947 Dienstag, 10. März 2026, Nr. 58
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Aus: Ausgabe vom 10.03.2026, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Treffsicher

Nuhr im Ersten | So., 22.15 Uhr, RBB
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Komm, einer geht noch: Dieter Nuhr

Dieter Nuhr ist der wöchentliche Beweis dafür, dass der ÖRR gar nicht so links-grün sein kann, wie Leute aus seiner Blase behaupten. Aber sollte man ihn an so »komplexe« Themen wie den Krieg gegen Iran lassen? Man muss. Übertreffen doch Realsatiriker wie Bodo Ramelow (Die Linke) jede willkürlich gesetze Pointe anstrengungslos. Er hoffe, so Ramelow im Paul-Ronzheimer-Bild-Podcast, dass im Iran »himmlische Gerechtigkeit werde«. Da braucht’s einen wie Nuhr. Ein Regimewechsel könne nicht herbeigebombt werden, zitiert er wiederum aus Bild andere Stimmen aus der Linken. Nuhr: »Da haben sie vergessen, dass wir die einzigen sind, bei denen das mal richtig geklappt hat.« (Und Nuhr vergisst Jan van Aken, aber hey). Und das Völkerrecht? Er sei ja kein Rechtsgelehrter, so Nuhr, aber Atomwaffen für den Gottesstaat herzustellen, sei völkerrechtlich wenigstens eine »Ordnungswidrigkeit«. Nuhrs Pointen treffen so zielsicher wie US-Bomben Mädchenschulen im Iran. (mis)

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