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Kunstgeschichte

Auf dem Radar

Forscher des Amsterdamer Rijksmuseums haben ein Gemälde neu dem holländischen Meister Rembrandt van Rijn (1606–1669) zugeschrieben. Das Bild »Die Vision des Zacharias im Tempel« (1633) sei von Rembrandt gemalt worden, teilte die Leitung des Rijksmuseums am Montag mit. Jahrzehntelang dachte man, dass das Bild kein echter Rembrandt sei. »Danach war es eigentlich vom Radar verschwunden«, sagte Museumsdirektor Taco Dibbits. Die Eigentümer hatten dann die Signatur von Rembrandt entdeckt und das Museum 2023 um eine Untersuchung gebeten. Zwei Jahre lang war es in den Ateliers des Museums mit den modernsten Techniken untersucht und mit anderen Werken des Malers verglichen worden. »Es ist zweifelsfrei ein echter Rembrandt«, sagte Dibbits. Das Gemälde ist in Privatbesitz. Die Eigentümer stellen es aber dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Ab Mittwoch ist es für die Öffentlichkeit zu sehen. Das Gemälde zeigt die biblische Geschichte des Hohen Priesters Zacharias. Ihm wird die Geburt eines Sohnes angekündigt, Johannes der Täufer. Rembrandt zeigt das reich verzierte Gewand des Priesters mit goldenen Ornamenten. Der überraschte Gesichtsausdruck zeigt Zacharias’ Ungläubigkeit. »Es ist ein wunderschönes Beispiel für die einzigartige Art und Weise, wie Rembrandt Geschichten darstellt«, sagte der Museumsdirektor. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2026, Seite 10, Feuilleton

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