Unicef startet umfangreiches Schulprojekt in Gaza
Genf. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef baut im Gazastreifen sein größtes jemals realisiertes Schulprogramm auf. Mit 336.000 Kindern und Jugendlichen soll fast die Hälfte der Jugend im Schulalter im Laufe des Jahres Platz in neuen Lernzentren bekommen, sagte Unicef-Sprecher James Elder am Dienstag. Unterrichtet werde in Zelten, reparierten Schulen und anderen Hallen. Dafür liefere man tausende Pakete mit Stiften, Büchern, Linealen, sowie Bällen und Netzen für Freizeitaktivitäten geliefert. 100 Notschulen, in denen es neben Unterricht und Spiel auch Mahlzeiten und psychologische Unterstützung, würden bereits unterstützt, weitere sollen folgen. Sie werden zusammen mit dem palästinensischen Bildungsministerium und humanitären Organisationen eingerichtet.
Andere Kinder werden an Schulen des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) betreut. Vielfach seien diese Einrichtungen der einzige Platz mit Toiletten und angemessenen Waschmöglichkeiten für die Kinder, die teils mit ihren Familien noch notdürftig in Zelten hausen, so Elder weiter. Rund 60 Prozent aller Schulkinder fehle nach fast zweieinhalb Jahren Zerstörung im Gazastreifen der Zugang zu Schulen. 90 Prozent der Schulen seien zerstört oder beschädigt worden. Das Programm koste pro Kind im Jahr 280 Dollar (rund 235 Euro). Unicef fehlten 86 Millionen Dollar, um das Programm umzusetzen: »so viel, wie in der Welt jede ein, zwei Stunden für Kaffee ausgegeben wird«, meint er. (dpa/jW)
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