Nachschlag: Trump-Kult
Der Arte-Dokumentarfilm weckte zunächst hohe Erwartungen: Inmitten des medialen Dauerrauschens um Donald Trump schien eine differenzierte Analyse jenseits sozialer Netzwerke dringend nötig. Um so ernüchternder fällt das Ergebnis aus. Statt die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Machtstrukturen hinter Trumps Aufstieg offenzulegen, reproduziert der Film vor allem eine mythische Erzählung über seine Person. Damit bleibt unbeantwortet, was Trump überhaupt möglich gemacht hat. Problematisch ist bereits der Einstieg, der die USA als »älteste Demokratie der Welt« bezeichnet – eine These, die nur dann haltbar ist, wenn man Frauen und Afroamerikaner ausklammert. Gerade hier hätte sich eine kritische Auseinandersetzung angeboten: In welchem Sinne sind die Vereinigten Staaten tatsächlich eine Demokratie? Zwar streift der Film interessante Aspekte wie den quasi-religiösen Personenkult um Trump und damit verbunden die Rolle der Kirchen in der US-Politik. Doch auch diese Beobachtungen bleiben oberflächlich. (ir)
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