Mindestens 22 Migranten sterben in umgestürztem LKW
Addis Abeba. In Äthiopien sind bei einem Unfall mit einem Lastwagen voller Migranten mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, wurden bei dem Unglück in Semera in der nördlichen Region Afar 65 weitere Menschen verletzt. In einer Mitteilung der Behörden von Afar im Onlinedienst Facebook hieß es weiter, die Insassen seien von Schleusern getäuscht worden und sich der Gefahren der Reise nicht bewusst gewesen. Auf einem von den Behörden veröffentlichten Bild war ein umgestürzter Lastwagen mit zerstörter Fahrerkabine und zerstörtem Heck zu sehen.
Äthiopien ist das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung Afrikas und Schauplatz mehrerer bewaffneter Konflikte. Zugleich versuchen jährlich tausende Migranten aus anderen afrikanischen Staaten, Äthiopien zu durchqueren, um so über das benachbarte Dschibuti und das Rote Meer nach Jemen zu kommen. Von dort aus hoffen viele, in die nahen Golfstaaten zu gelangen, wo sie auf eine Anstellung als Arbeiter oder Hausbedienstete hoffen. Entlang dieser sogenannten Ostroute wurden allein zwischen Januar und September vergangenen Jahres nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Tod oder das Verschwinden von 890 Menschen gemeldet – mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. (AFP/jW)
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