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06.01.2026, 18:43:42 / Inland

Stromausfall in Westberlin: Bundesanwaltschaft ermittelt

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Karlsruhe. Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, erklärte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde zur Begründung. Zuletzt hatte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt.

Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke am Teltowkanal waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Am Dienstag, Tag vier des Blackouts, waren noch rund 25.500 Haushalte und 1.200 Geschäfte und Firmen nach Angaben des Betreibers ohne Strom. Bis Donnerstagnachmittag sollen wieder alle Betroffenen versorgt werden.

Noch vor der ersten Sitzungswoche des Jahres sollen sich auch Abgeordnete des Bundestages mit den Hintergründen des Anschlags auf das Berliner Stromnetz beschäftigen. Wie aus der Grünen-Fraktion verlautete, soll es am Donnerstag für die Obleute der Fraktionen im Innenausschuss sowie einige weitere Ausschussmitglieder eine telefonische Unterrichtung durch das Bundesinnenministerium geben. Zuvor hatten die Grünen um eine Telefonkonferenz zu den Hintergründen des Anschlags sowie zu den laufenden Unterstützungsleistungen des Bundes in der Katastrophenhilfe gebeten. Der Innenausschuss trifft sich regulär in der kommenden Sitzungswoche, am Mittwoch nächster Woche. (dpa/jW)

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