07.01.2026
Reproduktion
»Was geschieht, ist die Verschiebung von Verantwortung«
Über pränatale Bildpolitik, fötale Subjektivierung und die Blindstellen reproduktiver Rechte. Ein Gespräch mit Christine Koschmieder
Von Barbara Eder
Sie sprechen in Ihrer jüngst im Augsburger Maro-Verlag erschienen Publikation vom »F-Wort«, wenn von einer Fehlgeburt die Rede ist. Warum diese semantische Neumarkierung? Der Begriff »Fehlgeburt« assoziiert stark das »Fehlen« von etwas. Er beinhaltet die Idee des Fehlers, des Verfehlten, des Nicht-Erreichten. Das »F-Wort« soll dahingehend einen Verfremdungseffekt herstellen. Es erinnert daran, dass jede Bezeichnung selbst schon eine Bewertung vornimmt, bevor überhau...
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