Zum Inhalt der Seite

Weitere Anklage gegen Südkoreas Expräsidenten

Seoul. Dem in Haft sitzenden ehemaligen Präsidenten Südkoreas, Yoon Suk Yeol, wirft die Sonderstaatsanwaltschaft nun auch die Unterstützung eines feindlichen Staates vor, wie sie am Montag mitteilte. Der 64jährige soll versucht haben, mit Hilfe einer verdeckten Drohnenoperation einen militärischen Konflikt zwischen Süd- und Nordkorea zu provozieren. Damit habe er versuchen wollen, sein im vergangenen Dezember kurzzeitig verhängtes Kriegsrecht zu legitimieren. Zunächst hatten sich die Vorwürfe vor einem Jahr an Soons damaligen Verteidigungsminister Kim Yong Hyun gerichtet, der daraufhin zurücktrat und festgenommen wurde. Er ist seit Juni wegen Aufruhr, Behinderung der Justiz und Manipulation von Beweismitteln angeklagt und muss bei einer Verurteilung mit lebenslanger Haft oder der Todesstrafe rechnen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2025, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!