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Polen: Festnahme nach Nord-Stream-Sabotage

Warschau. Drei Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines ist ein von Deutschland mit Haftbefehl gesuchter Verdächtiger nach Angaben seines Anwalts vom Dienstag in Polen gefasst worden. Der Ukrainer Wolodimir Z. sei in den frühen Morgenstunden festgenommen worden, zitierte ihn die polnische Nachrichtenagentur PAP. Er sollte noch am selben Tag von der Staatsanwaltschaft verhört werden. Der Anschlag im Herbst 2022 hatte die beiden Pipelines so sehr beschädigt, dass kein Gas mehr durchgeleitet werden konnte. Die Explosionen wurden in der Nähe von Bornholm registriert. Durch Nord Stream 1 floss zuvor russisches Erdgas nach Deutschland. Nord Stream 2 war infolge des Ukraine-Krieges noch nicht in Betrieb. Erst Ende August war in Italien ein mutmaßlicher Drahtzieher der Sabotage festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2025, Seite 7, Ausland

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