-
23.09.2025
- → Feuilleton
Pomms Curry
Duisburg erhebt den Anspruch, der Geburtsort der Currywurst zu sein. An »Peter Pomm’s Pusztetten-Stube« hat der Oberbürgermeister Sören Link (SPD) eine entsprechende Plakette angebracht. Nach Recherchen der Autoren Gregor Lauenburger und Tim Koch (»Alles Currywurst – oder was?«) wurde die Currywurst nicht wie bislang angenommen 1949 in Berlin von Herta Heuwer erfunden, sondern schon 1936 in Duisburg von Peter Hildebrand, wegen seiner Pommes »Peter Pomm« genannt. Hildebrand war auf die Idee gekommen, den Arbeitern in seiner Wurstfabrik Wurst mit Tomatensoße zu servieren und mit englischem Curry zu würzen. Neben Augenzeugenberichten fanden die Autoren auch Rechnungen, denen zufolge Hildebrand schon ab 1935 englisches Curry von der Hamburger Gewürzmühle bezogen hat.(dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!