Pop und Politik
In die Debatte um einen etwaigen Boykott des Eurovision Song Contests (ESC) durch mehrere Länder hat sich nun Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger eingemischt. Ein von Ländern wie Slowenien, Spanien, den Niederlanden und Belgien zumindest angedachter Boykott als Reaktion auf die Teilnahme Israels würde »die Möglichkeiten für einen wichtigen Dialog zwischen Künstlern und der Bevölkerung verunmöglichen – ohne die Lage vor Ort in Israel und Gaza zu verbessern«, schrieb Österreichs Chefdiplomatin an ihre Amtskollegen und -kolleginnen. Österreich trägt im Mai 2026 den ESC aus. Verschiedene Länder erwägen einen Boykott, um gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen zu protestieren. Als Außenministerin des Gastgeberlandes sei sie »zutiefst besorgt über die Gefahr einer Spaltung zwischen den Mitgliedern der Europäischen Rundfunkunion in dieser Frage«, so die Ministerin. (dpa/jW)
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