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Wieder Dutzende Tote in Gaza-Stadt

Gaza-Stadt. Ein neuer Tag, ein neues Ultimatum: Am Mittwoch verkündete Israels Militär die Öffnung einer zusätzlichen Route für 48 Stunden heraus aus Gaza-Stadt. Was generös klingt, soll die Vertreibung der noch in der größten Stadt des Gazastreifens ausharrenden rund 600.000 Menschen beschleunigen. Parallel dazu schreitet die Zerstörung jeder Lebensgrundlage in der Stadt voran, seit Dienstag flankiert mit Panzern. Die rückten nach Angaben von Reuters aus drei Richtungen auf kurzen Strecken in Richtung Stadtzentrum und westlicher Stadtteile vor. Ein größerer Vormarsch wurde demnach nicht gemeldet. Mindestens 40 Menschen wurden bis zum Nachmittag getötet – die offiziell registrierte Zahl liegt bei mehr als 65.000 Getöteten, die meisten davon Frauen und Kinder. Die palästinensische Gesundheitsbehörde in Gaza berichtete zudem von einem Drohnenangriff auf ein Kinderkrankenhaus, bei dem zwar keine Opfer zu beklagen waren, aber junge Patienten und ihre Familien gezwungen waren, das Gebäude zu verlassen.

Und auch im Norden, der durch die Blockade Israels abgeriegelt ist, harren weiter Menschen unter katastrophalen Zuständen. Die Vereinten Nationen äußerten am Mittwoch große Besorgnis darüber, dass dort, wo bereits Hunderttausende Menschen Hunger litten, die Lebensmittel- und sonstigen Vorräte zur Neige gingen. Israel hatte vergangene Woche den einzigen Grenzübergang dort geschlossen. (Reuters/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.09.2025, Seite 7, Ausland

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