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Malerei

Bergbauern unterwegs

Ein wertvolles Gemälde aus dem Bundeskanzleramt geht auf Reisen. Das Bild »Sonntag der Bergbauern« von Ernst Ludwig Kirchner ­(1880–1938) soll bei einer Ausstellung im schweizerischen Bern gezeigt werden. Experten nahmen das Werk aus dem Kabinettssaal im Bundeskanzleramt in Berlin unter großen Sicherheitsvorkehrungen ab. Das vier Meter lange Ölgemälde wurde über die Terrasse mit einem Kran in den Hof gehievt, wie das Kunstmuseum Bern mitteilte. Das Werk wird vom 12. September an in der Ausstellung »Kirchner x Kirchner« zu sehen sein – zusammen mit dem Werk »Alpsonntag. Szene am Brunnen«.

»Seite an Seite eröffneten die beiden Gemälde 1933 Kirchners Retrospektive in der Kunsthalle Bern, die er selbst kuratierte und an die das Kunstmuseum Bern nun erinnert«, hieß es in der Mitteilung. »Obwohl als Pendants konzipiert, waren die monumentalen Gemälde seit 1933 nie wieder gemeinsam zu sehen.« Während der Nazidiktatur waren Werke des expressionistischen Malers Kirchner als »entartete Kunst« diffamiert worden. »Sonntag der Bergbauern« hängt seit vielen Jahren im Kabinettsaal deutscher Regierungen. Im Bundeskanzleramt wird als Ersatz vorübergehend eine Leihgabe aus der Schweiz gezeigt: »Neue Sterne« von Meret Oppenheim (1913–1985). (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.08.2025, Seite 11, Feuilleton

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