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Bayern: Geldstrafe für Klimacamp-Aktivist

Augsburg. Ein Verantwortlicher des Augsburger Klimacamps ist zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro bei 140 Tagessätzen zu je 15 Euro verurteilt worden. Der 34jährige wurde am Montag vom Amtsgericht Augsburg wegen Hausfriedensbruchs und weiterer Straftaten schuldig gesprochen. Der Mann hatte zusammen mit anderen im Oktober 2022 bei der Regierungsbehörde in Augsburg gegen eine Waldrodung demonstriert. Die Besetzung des Sitzes des schwäbischen Regierungspräsidenten hatte er zugegeben, aber ein Hausverbot sei nie erteilt worden. Außerdem seien die Taten als rechtfertigender Notstand wegen der die Lebensgrundlage bedrohenden Erderwärmung gerechtfertigt gewesen. Dem damaligen Regierungspräsidenten war in einer Presseerklärung des Klimacamps Korruption vorgeworfen worden, weil die Behörde vor der Baumfällung eine Genehmigung erteilt hatte. Diese Erklärung wurde von der E-Mail-Adresse des 34jährigen verschickt. Er wurde wegen der darin enthaltenen beleidigenden Äußerungen verurteilt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2023, Seite 4, Inland

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