Zum Inhalt der Seite

Die Linke will mehr Russland-Sanktionen

Berlin. Die Vorsitzenden der Partei Die Linke, Janine Wissler und Martin Schirdewan, haben »Putins Eskalation des russischen Angriffskriegs« durch Teilmobilmachung, »Scheinreferenden« und die Drohung mit Atomwaffen am Mittwoch nachmittag kritisiert. Ihre Solidarität gelte der ukrainischen Bevölkerung und allen Menschen in Russland, die sich »Putins Krieg« verweigern, erklärte Wissler. Es müsse alles dafür getan werden, »den Autokraten von seinem verheerenden Kriegskurs abzubringen«, so Schirdewan, der sich für weitere »Sanktionen gegen den militärisch-industriellen Komplex und die Oligarchen« aussprach. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2022, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • Roland Winkler aus Aue 26. Sept. 2022 um 12:12 Uhr
    Welche und wessen Interessen vertritt eine Linke unserer Tage? Was unterscheidet sie in den Interessenfragen von nahezu allen anderen Parteien, die sich demokratisch, freiheitlich und den Menschenrechten verpflichtet geben? Ihrer ursprünglichen Klientel stellt die Linke dieser Tage Fragen über Fragen, zu denen sie keine plausiblen, sprich politisch überzeugende Antworten hat. Was ist Wirtschaftskrieg, wenn es keiner sein soll, der bereits seit Jahren gegen Russland betrieben wird? Was muss über alle Sanktionen hinaus noch geschehen, um es Wirtschaftskrieg nennen zu dürfen? Sanktionen, die Bedrohung Russlands, acht Jahre Krieg vor Putins Krieg in der Ukraine, alles an mehr und mehr Waffen, die bereits Russland auf russischen Boden bedrohen, das sollen Linke als gut, richtig und für das ukrainische Volk verstehen? Was ist daran noch politischer Verstand? Wofür wird eine Ukraine und ihr Volk auf dem Schlachtfeld geopfert? Für ihre Freiheit oder die Freiheit des Westens nun endlich auch Russland zu befreien, China und die Welt zu befreien? Eine Linke, die sich mit alledem identifiziert, sich anpasst, den Weltherrschern unterwirft, die ist alles andere als links, hat keinerlei politisches Profil mehr, ist unterschiedslos geworden, allgemeine beliebige Menschenrechtspartei.
    Sie erkennt nicht einmal mehr, was genau diese Politik der Völkerbefreiungen seit 1990 seit dem Balkan, bis Afghanistan, Syrien, Libyen, Mali usw. bisher hinterlassen haben. Das soll mit der Linken genau so weitergehen, mit Krieg, Waffen und Sanktionen gegen alle und letzte Diktatoren, wie es gern heißt. Eine Linke weiß nicht mehr zu unterscheiden zwischen Diktatur und Demokratie, kennt nur weiß und schwarz, weiß nichts von ihrer Scheindemokratie und deren Diktatoren des Kapitals, die ihren Völkern mit Inflation, Preisen, Verstaatlichungen im Interesse des Kapitals und der Konzerne ihre Diktatur vorführen.
  • Onlineabonnent*in Joachim S. aus B. 22. Sept. 2022 um 22:02 Uhr
    Es wird Zeit, dass sich die PdL in »EL« umbenennt: »Ex-Linke«.
  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 22. Sept. 2022 um 21:20 Uhr
    Wissler/Schirdewan kann ich nur das Lesen (wer lesen kann, ist im Vorteil) der Lauterbach-Übersetzung von Putins Rede vom 21. September 2022 in der jW vom Folgetag, auf Seite 3, empfehlen. Ob sie den Text verstehen, ist eine andere Frage. Von einem Archäolgieprofessor habe ich vor vielen Jahren gehört: Wir können Etruskisch zwar lesen, aber verstehen es nicht.
  • Joán Ujházy 22. Sept. 2022 um 19:50 Uhr
    Die Linke will mehr Russland-Sanktionen? Und ich will die Abschaffung dieser neuen NATO-Partei.
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!