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Bewaffneter Kampf

Inge Viett gestorben

Berlin. Die Autorin und Aktivistin Inge Viett ist tot. Sie starb am 9. Mai, wie junge Welt aus ihrem politischen Umfeld erfuhr. Am 12. Januar 1944 geboren und in Schleswig-Holstein aufgewachsen, zog sie 1969 nach Westberlin. Sie schloss sich dem bewaffneten Kampf der »Bewegung 2. Juni« an und wurde 1972 und 1975 verhaftet. Beide Male gelang ihr der Gefängnisausbruch. 1980 schloss sich Viett der RAF an und übersiedelte zwei Jahre später in die DDR. 1990 in Magdeburg verhaftet, wurde sie 1992 wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nach ihrer Entlassung 1997 blieb sie in der antikapitalistischen Linken aktiv und veröffentlichte diverse autobiographische und politische Schriften. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2022, Seite 2, Feuilleton

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