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Documenta

Im Dialog

Nach der Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland an der Documenta hat die Kunstausstellung eine geplante Veranstaltungsreihe abgesagt. Wie die Documenta und Museum Fridericianum gGmbH am Mittwoch in Kassel mitteilte, würden die für Mai angekündigten Expertenforen ausgesetzt, bei denen ab 8. Mai in drei Veranstaltungen über »das Grundrecht der Kunstfreiheit angesichts von steigendem Rassismus und Antisemitismus und zunehmender Islamophobie« debattiert werden sollte. Vergangene Woche hatte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in einem Brief an Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) den Umgang der Documenta mit dem Thema Antisemitismus kritisiert. Er beklagte darin unter anderem die Besetzung der Foren und monierte, der Dachverband der jüdischen Gemeinschaft sei nicht eingebunden worden. Das unveröffentlichte Schreiben liegt der dpa in Berlin vor.

»Ich werde jetzt erneut mit allen Beteiligten das Gespräch suchen und diese wenn nötig in den Dialog zueinander bringen«, sagte Kulturstaatsministerin Roth am Mittwoch in einer Mitteilung. »Die Absage der Gesprächsreihe macht deutlich, dass hier offenkundig eine neue Vertrauensbasis nötig ist«, meinte sie. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.05.2022, Seite 10, Feuilleton

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