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Kulturpolitik

Die sechste Frau

In Frankreich machte sie mit ihrem Bananenrock und dem energiegeladenen Charleston Karriere. Für das Land riskierte Josephine Baker als Widerstandskämpferin und Agentin der Spionageabwehr ihr Leben. Dafür wird die französisch-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Ikone der goldenen 1920er Jahre posthum zur Heldin der Nation. Als erste schwarze Frau findet sie an diesem Dienstag ihre letzte Ruhestätte im Pariser Panthéon – begleitet von einer über einstündigen Zeremonie im Beisein von Familienangehörigen und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Wer in Frankreichs Ruhmestempel liegt, gehört zu den Großen der französischen Geschichte wie Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Simone Veil und Marie Curie. Darunter sind 75 Männer und nur fünf Frauen. Baker wird die sechste sein. Um ins Panthéon zu kommen, genüge es nicht, ein großer Künstler zu sein, hieß es aus dem Élysée-Palast. Man müsse die Werte der Republik verkörpern und sich für Frankreich engagiert haben. Baker, geboren 1906 in St. Louis (USA) als uneheliche Tochter einer Waschfrau und eines Spaniers, wurde 1925 in Paris zum Star. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2021, Seite 11, Feuilleton

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