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Aus: Ausgabe vom 23.10.2021, Seite 2 / Ausland

Klimakonferenz: Guterres warnt vor Scheitern

Paris. UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einem Scheitern der Weltklimakonferenz COP 26 im November in Glasgow gewarnt. »Ich habe Angst, dass etwas schiefgeht«, sagte Guterres am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Insbesondere China und die USA müssten mehr für den Klimaschutz tun, als sie bislang zugesagt haben. Das Pariser Abkommen von 2015 sieht eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Ab Ende Oktober verhandeln die Regierungen auf der Weltklimakonferenz in Schottland (COP 26) darüber, wie sie dieses Ziel konkret einhalten können. (AFP/jW)

  • Leserbrief von Achim Lippmann aus Shenzhen/China (29. Oktober 2021 um 16:21 Uhr)
    Marx und Engels im besonderen, aber auch Kommunisten von Lenin über Rosa Luxemburg bis Xi Jinping, Fidel und Raúl Castro sowie die vietnamesische Führung waren bzw. sind sich der Folgen der rücksichtslosen und zerstörerischen Umweltpolitik des realen Kapitalismus bewusst. Wir werden die UNO-Umweltkonferenz in Glasgow demnächst erleben. Es wird ein frustrierendes Ereignis sein, das mit Glanz und Glimmer, aber ohne nötige Tiefe und Konsequenzen durchgezogen wird. Die führende Macht des Kapitalismus, die USA, wird mit keinem billionenschweren Umweltprogramm antreten. Ihre Konjunkturpolitik, das gigantische Rüstungsprogramm und andere Dinge sind ihnen wichtiger. Japans als zweitgrößte imperialistische Macht muss radioaktiv verseuchtes Wasser aus Fukushima aus Kostengründen ins Meer ablassen. Aber an ihrem Rüstungsprogrammen hält die Regierung in Tokio fest. Die BR Deutschland als drttgrößte imperialisitische Macht befindet sich in der Regierungsbildung, und man sollte trotz der Teilnehme der Grünen keine konsequenten ökologischen Programme erwarten. Die Milliardäre Indiens haben auch andere Prioritäten, als die geschundene Umwelt des Subkontinents zu schützen. Unsere polnischen Nachbarn haben das Problem, dass ihre Armee erst einmal doppelt so stark werden muss. Ein Scheitern dieser UN-Umweltkonferenz ist sicher. Wann kommt da noch etwas? Sicher erst, wenn es zu spät ist. Wenn überhaupt! Wer eine andere, bessere Welt will, muss alternative Kräfte einigen. Man sollte daher auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz noch stärker radikalökologische Kräfte berücksichtigen. Der Kampf gegen die globale klimatische Erwärmung ist integraler und prioritärer Bestandteil des Kampfes um gesellschaftliche Veränderungen. Es werden sich Kräfte einigen und bündeln, die sehr unterschiedliche Wurzeln haben. Wir sind eine Bewegung des Lebens gegen die rücksichtslose Zerstörung! Wir sind die Zukunft im Kampf gegen die absolut scheiternde Vergangenheit! Wir haben ein Mandat der großen Mehrheit der Menschen!

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