Zum Inhalt der Seite

Studie: Regierung entlastete Gutverdiener

Berlin. Die Bundesregierung hat in der zurückliegenden Legislaturperiode Haushalte insgesamt steuerlich entlastet. Ohne diese Maßnahmen wäre das durchschnittliche Einkommen 2021 um 444 Euro im Jahr oder 1,2 Prozent niedriger gewesen, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie des kapitalnahen Ifo-Instituts. Überproportional entlastet wurden Gutverdienerinnen und Gutverdiener sowie Familien mit Kindern. Den größten Effekt hatte demnach die fast vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags: Obwohl Bezieherinnen und Bezieher sehr hoher Einkommen weiter den Solidaritätszuschlag zahlen müssen, profitierten von den Beschlüssen von Union und SPD Wohlhabende stärker als Menschen mit niedrigeren Einkommen. Die zehn Prozent mit den höchsten Einkommen wurden laut der Ifo-Studie im Jahr durchschnittlich um 1.192 Euro oder 1,3 Prozent entlastet, die zehn Prozent mit den niedrigsten Löhnen hingegen um 81 Euro oder 0,7 Prozent.(AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.09.2021, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!