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Ein Klassiker aus Krakow

Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist am Sonntag im Alter von 86 Jahren in Krakow gestorben. Er galt als wichtigster polnischer Komponist der Gegenwart, arbeitete bis zuletzt mit Symphonieorchestern in Europa und den USA zusammen. Sein Werk umfasst Sinfonien und Kammer-, aber auch Filmmusik für Werke von Martin Scorsese, David Lynch, William Friedkin oder Stanley Kubrick, darunter Klassiker wie »Shining« und »Der Exorzist«. Eine seiner bekanntesten Kompositionen widmete Penderecki den Opfern des Atombombenangriffs von Hiroshima. Geboren am 23. November 1933 in Debica bei Krakow als Sohn eines musikbegeisterten Anwalts, komponierte er zunächst avantgardistische Werke wie »Anaklasis« für Streichinstrumente und Schlagzeug, das 1960 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt wurde. Im Jahr zuvor hatte er beim Warschauer Wettbewerb junger polnischer Komponisten anonym drei Stücke eingereicht und damit alle drei zu vergebenden Preise gewonnen. Später wandte sich Penderecki traditionellen Kompositionsformen zu. Zur Förderung junger europäischer Musiker gründete er im südpolnischen Luslawice das »Krzysztof Penderecki European Center for Music«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2020, Seite 10, Feuilleton

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