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Ganz Gallien?

Der französische Zeichner Albert Uderzo ist im Alter von 92 Jahren im Schlaf gestorben, wie am Dienstag bekannt wurde. Mit dem genialen Geschichtenerfinder René Goscinny entwickelte Uderzo ab 1951 Comicserien wie »Pitt Pistol«, »Luc Junior« oder »Asterix«, dessen erstes Abenteuer 1959 in der Zeitschrift Pilote veröffentlicht wurde. Zwei Jahre später erschien das erste Album »Asterix le Gaulois« (Asterix der Gallier). Bis zum Tod Goscinnys im Jahr 1977 sollten 19 weitere folgen, anschließend machte der farbenblinde Uderzo, der schon mal ein Pferd grün angemalt haben soll, mehr oder weniger alleine weiter. Die »Asterix«-Alben wurden nicht unbedingt besser, aber erfolgreicher: in mehr als 100 Sprachen und Dialekte übersetzt, weltweit millionenfach verkauft und zum nationalen Kulturgut Frankreichs erhoben. 1989 wurde bei Paris dann sogar ein Asterix-Freizeitpark à la Disneyland gebaut. Zum 50. Geburtstag der Reihe verkündete Uderzo, der 1927 als Sohn italienischer Einwanderer in der Nähe von Reims geboren wurde, eine »Charta«, an die sich die kommenden Asterix-Zeichner halten sollten. »Kein Sex«, lautet das oberste Gebot. »Und zum Schluss immer ein Festmahl.« (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2020, Seite 10, Feuilleton

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