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Aus: Ausgabe vom 29.01.2020, Seite 10 / Feuilleton
Theatertreffen

Gute Quote

Der deutschsprachige Bühnenbetrieb erwartet die Veröffentlichung der jährlichen Zehnerauswahl des Berliner Theatertreffens genauso heiß wie die Filmwelt die Oscar-Verleihung. Gestern war es mal wieder soweit. Überraschung: Es wurden auch wieder Theaterstückinszenierungen eingeladen, nicht nur Prosa­adaptionen und Performancekunst. Trotzdem wird die freie Szene ausreichend berücksichtigt, ein deutlicher Schwerpunkt auf Koproduktionen gelegt. Am aktuell interessantesten Regisseur Johan Simons kam man sowenig vorbei wie an den ebenfalls überzeugenden Anne Lenk und Claudia Bauer. Die üblichen Verdächtigen müssen dankenswerterweise zu Hause bleiben. Ebenso die zumeist uninspirierten Berliner Produktionen. Ansonsten liebt die Jury halt Matthias Lilienthals Münchner Kammerspiele, was soll man da machen? Dennoch: Mehr Kunst, weniger Unfug, damit kann man arbeiten. (jW)

Rimini Protokoll: »Chinchilla Arschloch, waswas« (Schauspiel Frankfurt u. a.)

Alexander Giesche: »Der Mensch erscheint im Holozän« nach Max Frisch (Schauspielhaus Zürich)

Anne Lenk: »Der Menschenfeind« von Molière (Deutsches Theater Berlin)

Anta Helena Recke: »Die Kränkungen der Menschheit« (Münchner Kammerspiele u. a.)

Antonio Latella: »Eine göttliche Komödie. Dante/Pasolini« von Federico Bellini (Bayerisches Staatsschauspiel/Residenztheater München)

Johan Simons: »Hamlet« von William Shakespeare und Heiner Müller (Schauspielhaus Bochum)

Claudia Bauer: »Süßer Vogel Jugend« von Tennessee Williams (Schauspiel Leipzig)

Florentina Holzinger: »Tanz« (Kooperation mit halb Europa)

Toshiki Okada: »The Vacuum Cleaner« (Münchner Kammerspiele)

Katie Mitchell: »Anatomie eines Suizids« von Alice Birch (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)

https://kurzlink.de/Theatertreffen2020

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