Zum Inhalt der Seite

Mordfall Lübcke: Ernst half AfD im Wahlkampf

Wiesbaden. Der Hauptverdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan Ernst, hat während des hessischen Landtagswahlkampfs 2018 in Kassel öffentliche Veranstaltungen der AfD besucht und dieser im Wahlkampf beim Plakatieren geholfen. Dem Kreisverband sei er zunächst vollkommen unbekannt gewesen, erklärte ein Parteisprecher am Dienstag in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presseagentur. Als ein Bild des Verdächtigen Ernst nach dem Mord des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Juni 2019 in den Medien kursierte, habe der Kreissprecher ihn an seinem Baseballcap erkannt und umgehend die Polizei informiert. Danach sei geprüft worden, ob Ernst Mitglied bei der AfD werden wollte – er habe jedoch keinen solchen Versuch unternommen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2020, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!