Zum Inhalt der Seite

»Schredder-Affäre« in Österreich

Wien. Die Vernichtung von Datenträgern aus dem Kanzleramt in Österreich unmittelbar vor dem drohenden Sturz der rechten Regierung von ÖVP und FPÖ unter Bundeskanzler Sebastian Kurz ist umfangreicher gewesen als bisher angenommen. Nach Informationen der Magazine Falter und Spiegel hat ein Mitarbeiter des Kanzleramts im Mai fünf statt nur eine Festplatte von einer externen Spezialfirma zerstören lassen – und nicht durch Experten des Hauses. Es sei in der 25jährigen Geschichte des Unternehmens noch nie passiert, dass jemand unter falschem Namen und mit solchem Aufwand Festplatten habe vernichten lassen, wird der Geschäftsführer der Firma vom Falter am Dienstag zitiert. Das Schreddern erfolgte wenige Tage nach Bekanntwerden des »Ibiza-Videos«. Es ist unklar, welche Daten auf den Festplatten waren. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 24.07.2019, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »wein« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.