-
02.01.2019
- → Inland
Kardinal verteidigt Zölibat
Rom/Köln. Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Chef der römischen Glaubenskongregation, sieht keine Verbindung zwischen der vorgeschriebenen Ehelosigkeit katholischer Priester und dem vielfachen sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. »Es ist eine diskriminierende Unterstellung, dass Menschen, die freiwillig dem Ruf Jesu in diese Lebensform folgen, besonders disponiert zu Sexualverbrechen wären«, sagte Müller der Deutschen Presseagentur. Durch die Aufhebung des Zölibats würde keine einzige Straftat verhindert, erklärte er. Katholische Priester werden nach den Ergebnissen der im September vorgestellten Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche fünfmal häufiger auffällig als Diakone, die heiraten dürfen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!